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Parkplatz mit Autos bei dunkelblauem Himmel

Messeparkplatz: B-Plan nach maximalem Renditewunsch?

Nach den Bürgerversammlungen und dem Workshop zur Bebauung des Messeparkplatzes an der Rüttenscheider Brücke bekräftigt die Ratsfraktion DIE LINKE ihre Kritik am Projekt der Hopf-Gruppe. Angesichts der großen Bedeutung dieser Baumaßnahme für den gesamten Stadtteil Rüttenscheid wird eine große Chance verpasst, wenn es bei den jetzigen Planungen bleibt. Die bisherige Bürgerbeteiligung hat deutlich gemacht, dass eine Akzeptanz nur erreicht wird, wenn die Planung drastisch reduziert wird. Dazu wäre nach wie vor ein städtebaulicher Wettbewerb sinnvoll.

„Wir hatten bei dem Workshop nicht den Eindruck, dass der Investor, die Hopf-Gruppe, die Kritik an seinem stark verdichteten Projekt wirklich ernst nimmt,“ so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wenn die Hopf-Gruppe an den sieben Geschossen mit der Begründung festhält, sonst würde sich das Projekt nicht ‚rechnen‘, so müsste sie schon erklären, warum den Investoren am Rü-Bogen keine 500 m weiter vier Geschosse zur Wirtschaftlichkeit reichen. Es kann ja nicht sein, dass die größtmögliche Rendite zum Ziel des B-Plans wird. Die Geschossigkeit ist aus unserer Sicht zu hoch, noch wichtiger ist jedoch der Grad der Verdichtung, der durch die Blöcke erreicht wird. Das wird auch für die künftigen Bewohner*innen nicht einfach schön werden. Schließlich ist die bisher geplante Anbindung des Radweges völlig unzureichend.“

DIE LINKE ist von Anfang an für einen städtebaulichen Wettbewerb eingetreten, der die gesamte Fläche des alten Güterbahnhofes in den Blick nimmt und in dem gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern eine Planung entwickelt wird, die auf Akzeptanz trifft und dem Filetgrundstück in der Mitte von Rüttenscheid gerecht wird. Dazu wäre es durchaus noch Zeit.

„Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Bebauung des Messeparkplatzes sehr maßvoll und konsensorientiert geplant werden sollte. Deshalb sollte der Investor einen Gang zurückschalten und selbst einen städtebaulichen Workshop mit weiterer Bürgerbeteiligung ins Auge fassen. Darüber hinaus sind wir für einen hohen Anteil an öffentlich gefördertem Wohnraum von mindestens 50 Prozent, denn es gibt vor allem zu wenig Sozialwohnungen in Rüttenscheid,“ so Wolfgang Freye abschließend.