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Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de

Messeparkplatz: GroKo-Vorschläge ändern nicht viel

Aus Sicht der Ratsfraktion DIE LINKE ist es zwar begrüßen, dass nun Bewegung in die Diskussion um den Bebauungsplan „Rüttenscheider Straße/Witteringstraße“ kommt. Die Vorschläge der von SPD und CDU, nach denen die Geschoßhöhe um zwei Stockwerke verringert werden soll und eine Bürgerbeteiligung vorgesehen werden soll, sind in der vorliegenden Form jedoch nur kosmetischer Natur. Die meisten Gründe für die breite Ablehnung des bisherigen Entwurfes für den Bebauungsplan „Rüttenscheider Straße/Wittekindstraße", wie sie beim Ortstermin der Fraktion DIE LINKE mit über 50 Anwohner/innen am 23.8. zur Sprache kamen, werden durch eine bloße Korrektur der Geschoßhöhe nicht geändert.

„Wir hatten als Ergebnis des Ortstermins einen städtebaulichen Wettbewerb und eine Bürgerbeteiligung vorgeschlagen, durch die die Möglichkeiten einer Gestaltung des ehemaligen Messeparkplatzes ohne feste Vorgaben gemeinsam mit allen Interessierten erörtert werden sollen,“ so Wolfgang Freye, Ratsmitglied und für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wenn von vorneherein feststeht, dass es lediglich darum geht, die Geschoßhöhe geringfügig nach unten zu korrigieren, kann man von einer unvoreingenommenen Beteiligung wohl kaum sprechen. Und auch von der Sache her reicht es keineswegs, lediglich zwei Stockwerke kleiner zu planen. Wenn die Grundfläche, die nach den Plänen der Hopf-Gruppe bebaut werden soll, so groß bleibt wie geplant, kann weder der Baumbestand noch die Funktion der Zufahrt zum Messeparkplatz und des Gruga-Radweges als Frischluftschneise erhalten bleiben. Auch der von vielen Anwohner/innen befürchtete Angstraum unter dem an der Rüttenscheider Brücke geplanten Platz bliebe bestehen.“

Trotzdem ist die Ratsfraktion DIE LINKE gespannt, wie die Fraktionen von SPD und CDU in den Sitzungen der Bezirksvertretung und des Planungsausschusses mit dem Antrag nach einem städtebaulichen Wettbewerb und Bürgerbeteiligung umgehen.

„Bei einer Bürgerbeteiligung sollte es auch um die Entwicklung der gesamten Fläche des Messeparkplatzes gehen“, so Cornelia Swillus-Knöchel, für DIE LINKE in der BV II. „Neben einer maßvollen Bebauung geht es um den Erhalt von möglichst viel Grün und der Frischluftschneise sowie um Möglichkeiten der öffentlichen Nutzung, wie z.B. ein Platz. Außerdem sollte der Anteil an öffentlich gefördertem Wohnraum mindestens 50 Prozent betragen, denn es gibt viel zu wenig bezahlbare Wohnungen in Rüttenscheid.“