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Foto: Ole Poulsen / wikimedia commons

Müllverbrennung im Essener Norden weckt Zweifel

Die Ratsfraktion DIE LINKE hat Zweifel an einer Wiederbetriebnahme der Müllverbrennungsanlage Harmuth im Stadthafen in Essen-Bergeborbeck. Dort soll die vorhandene Abfallverbrennungsanlage für die Entsorgung von Klärschlämmen wieder in Betrieb genommen werden, bei deren Verbrennung PCB und andere Schwermetalle entstehen. Außerdem soll die Menge der verbrannten Abfälle gegenüber der Betriebslaufzeit von 2011 bis 2014 auf 50.000 Tonnen pro Jahr fast verdoppelt werden.

„Wir werden im zuständigen Fachausschuss einen Bericht der Verwaltung beantragen“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Der Essener Norden ist jetzt schon durch Industriebetriebe und dem massiven Auto- und Lastwagenverkehr höher mit Schadstoffen belastet als andere Stadtgebiete. Auch wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte bei der Verbrennungsanlage eingehalten werden: Jede zusätzliche Luftbelastung ist ein weiterer Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen und für gesundheitliche Probleme bei den Anwohnerinnen und Anwohner sorgen kann.“

Zu dem Bericht der Verwaltung gehört nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE die Beantwortung der Fragen, inwieweit die alte Verwertungsanlage technisch in der Lage ist, die Grenzwerte einzuhalten und ob die geplante Verbrennungstemperatur von 850 Grad entgegen der Beteuerungen der Betreiber ausreichend ist. „Außerdem wollen wir wissen, was mit  den Schlackeresten nach der Verbrennung passieren soll, denn diese sind auch mit Schadstoffen belastet und müssen gut entsorgt werden“, so Wolfgang Freye abschließend.