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Foto: 110stefan/pixelio.de

Neubau Bockmühle nicht weiter auf die lange Bank schieben

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht sich durch das Gutachten der städtischen GVE in ihrer Auffassung bestätigt, dass ein Neubau der Gesamtschule Bockmühle der bessere Weg ist. Eine neunjährige Sanierung während des laufenden Schulbetriebes dauert viel zu lange und ist für Schüler und Lehrer unzumutbar. Dabei ist es in Kauf zu nehmen, dass in diesem Fall der Restbuchwert von 24 Mio. Euro abgeschrieben werden müsste. 

„Das ist für uns kein Grund, die Schüler und Lehrer der Bockmühle, die schon lange genug unter miesesten Bedingungen lernen und lehren, nur mit der zweitbesten Lösung abzuspeisen“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „In diesem Fall sind die pädagogischen Argumente wichtiger als die fiskalischen. Außerdem würde der Neubau günstiger ausfallen, als bisher von der Studie angenommen. Denn diese geht von einer acht Klassenzügen aus, während der Rat beschlossen hat, die Gesamtschule sechs-zügig weiterzuführen. Wir fordern von der Stadtverwaltung jetzt schnelle Lösungen, damit neu gebaut werden und der Unterricht trotzdem stattfinden kann.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE sollte u.a. geprüft werden, ob sich ähnliche Dependance-Lösungen finden lassen wie jetzt mit der Erich-Kästner-Gesamtschule in Steele und der Gesamtschule Süd. Der Ratsbeschluss von Juni, wonach der neue Gesamtschulstandort im Essener Norden und die Sanierung bzw. der Neubau der Gesamtschule Bockmühle parallel geplant werden sollen, darf jedenfalls nicht dazu führen, dass dort wieder nichts passiert. „Die Gesamtschule Bockmühle ist durch jahrzehntelange Nichttätigkeit systematisch an die Wand gefahren worden. Deshalb muss jetzt schnell etwas passieren“, so Gabriele Giesecke weiter.

Außerdem erteilt die Ratsfraktion DIE LINKE dem Vorschlag der großen Koalition eine klare Absage, die geplante neue Gesamtschule statt an der Erbslöhstraße  auf dem Gelände des Segerothparks zu errichten. „Mit der Bebauung des Segerothparks würde ohne Not eine wichtige Grünfläche und Frischluftschneise im Essener Norden verschwinden“, so Gabriele Giesecke abschließend. „Das lehnen wir ab.“