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Normalbetrieb bei Ruhrbahn wieder einführen!

Die Ratsfraktion DIE LINKE. kann die Kritik des Fahrgastverbandes PRO BAHN an den nach wie vor massiven Einschränkungen des Fahrplans der Ruhrbahn gut nachvollziehen. Der Verband bemängelt, dass das Angebot in Essen außerhalb der Hauptverkehrszeiten noch stark eingeschränkt ist, während andere Städte – auch im Ruhrgebiet – bereits wieder zur Normalität übergegangen sind. Insbesondere der Abendbetrieb ist nach wie vor erheblich eingeschränkt. Samstags nach 19 Uhr fahren die Bahnen z.B. nur halbstündlich, obwohl die Innenstadt gut gefüllt ist. Nach der Sternfahrt um 23 Uhr wird der Verkehr seit einem Vierteljahr komplett eingestellt.

„Wenn die Ruhrbahn die vielen Fahrgäste zurückgewinnen will, die sie in der Corona-Krise verloren hat, muss sie schnellstmöglich zum Normalbetrieb zurückkehren, wie andere Städte auch“ so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Rat und im Planungsausschuss. „Dabei ist der ,normale‘ Bahnbetrieb nach Angaben von PRO BAHN außer in Duisburg nirgends so schlecht wie in Essen. Außerdem sollte die Ruhrbahn viel offensiver damit werben, dass die Ansteckungsgefahr in Bus und Bahn nach bisherigem Kenntnisstand äußerst gering ist.“

Die Ansteckungsgefahr in Bus und Bahn hat die Ratsfraktion DIE LINKE gestern auch in der Ratssitzung thematisiert und nach offiziellen Erkenntnissen zur Ansteckungsgefahr im Öffentlichen Nahverkehr gefragt. Umwelt- und Verkehrsdezernentin Simone Raskob teilte dort schon mit, dass es bei der Ruhrbahn intern nur zwei Corona-Infektionen gab und bundesweit keine besondere Gefährdung im Öffentlichen Nahverkehr bekannt ist. Die Verwaltung will die Frage aber noch schriftlich beantworten.

„Die Ruhrbahn muss dringend Vertrauen zurückgewinnen und die Fahrgäste zurück in Bus und Bahn holen“, so Wolfgang Freye abschließend. „Dazu ist aus unserer Sicht ein umfassendes Hygienekonzept nötig, das Desinfektionen in den Bahnen, ausreichende Lüftung, die Einhaltung der Abstandsregelungen garantiert und auch entsprechend kommuniziert wird. Es muss alles getan werden, um die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs wieder ,hochzufahren‘, sonst sehen wir schwarz, wie das Ziel erreicht werden soll, den Anteil von Bus und Bahn am Gesamtverkehr bis 2035 auf 25 Prozent zu erhöhen.“