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Foto: Stephanie Hofschlaeger/ pixelio.de.jpg

Optionskommune ist keine Erfolgsgeschichte - Mitarbeitermangel und hohe Fluktuation kosten Qualität – Linke stellt Anfrage

Für die Ratsfraktion DIE LINKE ist das schlechte Ranking des Jobcenters keine Überraschung, sondern die logische Konsequenz einer verfehlten Personalpolitik und falschen Weichenstellungen. Zu letzterem gehört vor allem die Einführung des Optionsmodells, wodurch das Jobcenter in alleinige Trägerschaft der Stadt übergegangen ist.

„Unsere von Anfang an geäußerte Skepsis gegenüber der Optionskommune scheint sich hiermit bestätigt zu haben. Das ist kein Ruhmesblatt für Essen“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke.

„Es ist davon auszugehen, dass beim Übergang auf die alleinige kommunale Hartz-IV-Betreuung eine Menge Fachwissen der Bundesagentur für Arbeit verloren gegangen ist. Außerdem leidet das Jobcenter an chronischer Unterbesetzung und einer damit einhergehender Überlastung der Beschäftigten. Selbst das unzureichend aufgestockte Personal muss erst einmal geschult und eingearbeitet werden und bindet dabei zusätzliche Kräfte. Dasselbe gilt für die Beschäftigten, die aus anderen Abteilungen und Ämtern gewechselt sind.“

Rund jede dritte Klage gegen ausgestellte Leistungsbescheide des Jobcenters Essen ist erfolgreich, wodurch Essen bundesweit auf dem drittletzten Platz landet. Für die Ratsfraktion DIE LINKE ist es dabei kein Zufall, dass die Jobcenter auf den beiden letzten Plätzen, Ingolstadt und der Landkreis Oder-Spree, ebenfalls Optionskommunen sind.

„Es ist offensichtlich, dass es viele Ursachen für das schlechte Abschneiden gibt“, so Gabriele Giesecke weiter. „Jetzt muss es darum gehen, diese zu analysieren und zu beheben. Dazu werden wir eine Anfrage in diese Richtung für die nächste Sitzung des Sozialausschusses einbringen.“