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Quak, Quak … zwischen flapsig und respektlos

Verkehrsprobleme nicht klein reden – LINKE stellt Anfrage zu Bodenversiegelung

Man kennt den Stadtdirektor Hans-Jürgen Best ja, trotzdem hält die Ratsfraktion DIE LINKE es für unangemessen, Kritikerinnen und Kritiker der vielen Neubauten in Rüttenscheid als „Quakstimmen“ zu bezeichnen. Als Planungsdezernent sollte der Stadtdirektor die Verkehrsprobleme in Rüttenscheid nicht klein reden, sondern Lösungsvorschläge entwickeln.

 

„Die jüngsten Äußerungen von Herrn Best machen mal wieder deutlich, dass die Grenze zwischen flapsig und respektlos fließend ist und er Stimmen aus der Stadtgesellschaft, die auf Fehlentwicklungen hinweisen, nicht ernst nimmt“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wir sind durchaus auch für mehr Wohnungsbau in Rüttenscheid. Aber es gibt vor allem zu wenig bezahlbaren und sozialen Wohnraum – und genau der wird in Rüttenscheid zu wenig gebaut. Außerdem wird aus unserer Sicht ein Mobilitätskonzept zur Verringerung des zunehmenden Autoverkehrs und zur Verbesserung für den Radverkehr benötigt.

“Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE ist die Verkehrssituation nicht mit den 1990er-Jahren vergleichbar, denn heute sind viel mehr Autos auf den Straßen unterwegs. Allein in den vier Jahren von 2013 bis 2017 ist die Anzahl der in Essen zugelassenen KfZ um 16.448 KfZ auf 335.669 gestiegen (einschließlich Nutzfahrzeuge). Gerade in den Einkommensschichten, die vorzugsweise in Rüttenscheid und im Bezirk II insgesamt wohnen, ist der Zweitwagen in Familien Standard. Mit einem Bestand von 25.313 PKW bei 54.236 Einwohner/innen hatte der Bezirk II zum 30.9.2017 den dritthöchsten PKW-Besatz aller Bezirke in Essen (467 PKW pro 1.000 EW).„Außerdem bezweifeln wir, dass die neuen Häuser generell auf bereits versiegelten Boden gebaut werden“, so Wolfgang Freye abschließend. „Z.B. bei der Neubebauung von Gummert-/Herthastraße werden größere Grünflächen bebaut. Wir werden dazu im nächsten Planungsausschuss eine Anfrage stellen, um zu klären wie das Verhältnis von versiegelter zu unversiegelter Neubaufläche tatsächlich ist.“