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Foto: Gabie Schoenemann / pixelio.de

Radschnellweg braucht dringend Zwischenlösung

Die Ratsfraktion DIE LINKE. begrüßt es, dass der städtische Allbau seine Bereitschaft erklärt hat, sich als möglicher Investor unter Federführung der Entwicklungsgesellschaft Universitätsviertel (EGU) beim Bau des Radschnellweges und der städtebaulichen Entwicklung des Eltingviertels zu engagieren. Damit würde ein Investor bauen, der auch die Interessen der Stadt Essen im Blick hat und nicht nur die Rendite. Allerdings ist der Zeitplan bis zu einer möglichen Fertigstellung des Radweges im Jahr 2026 völlig inakzeptabel.

„Es kann nicht angehen, dass der Radschnellweg Ruhr als Vorzeigeprojekt für die Umgestaltung der Region ausgerechnet in Essen nicht vor 2026 fertig gestellt werden kann und sieben Jahre lang gar nichts möglich ist,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Wir haben durchaus Sympathien für die Variante, den Radweg in Hochlage durch die Häuser des neuen Viertels hindurchzuführen. Eine solche Variante kann aber nur dann umgesetzt werden, wenn vorher eine Zwischenlösung gefunden wird. Das wäre durchaus möglich. Der Allgemeinen Deutsche Fahrradclub Essen (ADFC) hat entsprechende Vorschläge gemacht.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE wird dieses Thema erneut in den Planungsausschuss einbringen, der das nächste Mal Anfang Februar tagt. Die Verwaltung soll in einem Antrag beauftragt werden, die Vorschläge für eine provisorische Radtrasse durch das Eltingviertel zu prüfen und einen geeigneten Vorschlag umzusetzen. Desweiteren weist die Fraktion DIE LINKE darauf hin, dass auch die klimatischen Bedingungen geprüft werden müssen. Eine Bebauung des Viertels mit zum jetzigen Bahndamm querstehenden Häusern kann problematisch sein, da der Bahndamm in West-Ost-Richtung eine wichtige Klimaschneise ist.

„Für uns hängt die Antwort auf die Frage nach der besten der drei möglichen städtebaulichen Varianten für die Bebauung des südlichen Eltingviertels ein Stück weit von einer geeigneten Zwischenlösung für den Radschnellweg ab,“ so Wolfgang Freye abschließend. „Denn auch die Variante 1, bei der der Radweg weitgehend auf dem vorhandenen, aber verkleinerten Bahndamm läuft, hat eine hohe städtebauliche Qualität. Er wäre zudem vermutlich kostengünstiger und würde den Kern des Bahndamms als Klimaschneise erhalten. Auch das sind nicht zu verachtende Argumente.“