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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Rasen und Pflanzen statt „Steinwüsten“

Die Ratsfraktion DIE LINKE unterstützt den Antrag der grünen Ratsfraktion, die Verwaltung prüfen zu lassen, wie durch Satzungen oder ein Anreizsystem eine Versiegelung von Vorgärten verhindert und stattdessen eine naturnahe Gestaltung der Vorgärten begünstigt werden kann. Denn bei der Gestaltung der Vorgärten geht es nicht nur um den individuellen Geschmack, sondern um das Erscheinungsbild einer Stadt sowie das Stadtklima. Das ist auch eine öffentliche Angelegenheit.

„In Bayern gibt es ein erfolgreiches Bürgerbegehren zum Schutz der Bienen und in Essen wittern CDU und SPD unzulässige ‚Bevormundung‘, wenn auch nur geprüft werden soll, wie eine grüne Gestaltung von Vorgärten in Bebauungsplänen und Gestaltungssatzungen geregelt werden könnte,“ so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Bebauungspläne enthalten immer relativ strikte Vorgaben, was und wie gebaut werden darf, z.B. in Bezug auf Geschoßhöhen oder die äußere Gestaltung. Das Gleiche gilt für Gestaltungssatzungen. Da das Klima in der Stadt und auch die Entwicklung von Insekten wichtig sind und Steinwüsten beidem abträglich, macht es Sinn darüber nachzudenken, wie hier bestimmte Vorgaben gemacht werden können.“

Die LINKE. sieht den Trend zur Verschotterung der Vorgärten kritisch, denn eine solche Gestaltung ist weder städtebaulich noch ökologisch sinnvoll. Kies und Schotter leisten der Erhitzung der Städte Vorschub und bieten keinen Lebensraum für Insekten.

„Andere Städte haben längst gehandelt und setzen Regeln gegen diese Steinwüsten“, so Jürgen Zierus, für DIE LINKE im Umweltausschuss abschließend. „Das stände auch Essen gut, auch die Verwaltung spricht sich für begrünte Vorgärten aus. Dann sollte sie aber auch nicht wie am Gervinusplatz mit schlechtem Beispiel vorangehen. Wir haben kein Verständnis dafür, wenn die große Koalition aus SPD und CDU den Antrag der Grünen im nächsten Umweltausschuss am 7. Mai ablehnt, zumal es sich ja erst mal nur um einen Prüfauftrag handelt.“