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Foto: Torsten Bogdenand / pixelio.de

Rechter Überfall auf LINKEN-Politiker

Am Samstag haben in Essen Borbeck drei Männer, offenkundig Neonazis, zwei Bürger verprügelt und rassistisch beschimpft. Bei den Überfallenen handelt es sich um einen Geflüchteten aus Afghanistan und um Hossein Khorrami, für DIE LINKE als Stellvertreter im Integrationsrat. Die beiden kamen friedlich aus einer Pizzeria als sie grundlos aus dem Hinterhalt überfallen worden sind. „Wir sind empört über diesen feigen und rassistischen Angriff“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke.

„Offensichtlich fühlen sich rechte und rassistische Kräfte durch die Vorfälle in Chemnitz ermuntert und sehen sich in der Offensive.Wir fordern die Polizei auf, die Täter so schnell wie möglich zu fassen, bevor sie noch mehr Unheil anrichten und mehr Menschen verletzen.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE sieht die Gefahr, dass sich auch durch den aktuellen Schulterschluss zwischen der AfD und offen rechtsradikalen Bewegungen, weitere gesellschaftliche Grenzen verschieben und die Gewalt auf der Straße zunimmt. „Ich habe die Opferberatung Rheinland eingeschaltet, die Betroffene rechtsextremer und rassistischer Gewalt unterstützt“, so Hossein Khorrami. „Es gibt ein zunehmendes Problem mit Neonazis in Borbeck. Aber auch in anderen Stadtteilen gibt es eine wachsende Neonaziszene, wie in Essen-Steele mit den ,Steeler Jungs‘. Wir müssen uns als Gesellschaft gegen eine weitere Zunahme von Rassismus und Rechtsradikalismus wehren. Dazu sind alle demokratischen Kräfte aufgerufen.“