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Foto: Wikimedia Commons

Schließung des Flughafens Essen/Mülheim bleibt Ziel

Die Ratsfraktion DIE LINKE hält den Beschluss des Kreisparteitages der CDU Essen, nach dem der Flughafen Essen/Mülheim 2034 womöglich doch nicht geschlossen werden soll, für ein völlig falsches Signal. Kurz bevor es ernst wird – erste Schritte zur Schließung sind ja schon 2024 möglich, wenn die Verträge mit der Firma Wüllenkämper auslaufen – kneift die CDU. An der Beschlusslage des Rates, der seit 25 Jahren einen schnellstmöglichen Ausstieg aus dem Flughafen beschlossen hat, ändert sich dadurch zunächst jedoch gar nichts.

„Es ist wie mit vielen Maßnahmen zum Klimaschutz: Die CDU handelt nach dem Motto, ‚Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass‘“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Auch vor dem jetzigen Beschluss hat die Essener CDU die Umsetzung der Beschlüsse des Rates nur halbherzig verfolgt und immer wieder Bedenken gegen einen früheren Ausstieg aus dem Flughafen angemeldet, obwohl das nach dem der Stadt vorliegenden Rechtsgutachten der Düsseldorfer Kanzlei Lenz & Johlen möglich wäre. Der jetzige Beschluss der CDU übersieht dabei, dass für die Nutzung des Flughafens als Hubschrauberlandeplatz für Notfälle, als Landeplatz für die Zeppeline oder für neue Flugobjekte ein kleiner Teil des Geländes reichen würde. Eine Nutzung für Flugzeuge mit kleiner Düse wäre natürlich etwas anderes und wäre sogar eine Ausweitung des Flugbetriebes, auch mit auf absehbare Zeit höheren Lärmpegeln.“

DIE LINKE ist dafür, die Pläne zur schnellstmöglichen Schießung des Flughafens weiter zu verfolgen. Dabei war immer klar, dass die Funktion des Geländes als Klimazone und Frischluftschneise bei einer Bebauung für Wohnen und Gewerbe berücksichtigt werden muss. Deshalb sehen ja die derzeitigen Überlegungen nur die Nutzung von ca. einem Drittel der Fläche vor.

„Die CDU wirft mit ihrem Beschluss Nebelkerzen um zu vertuschen, dass sie sich damit zum Lobbyisten des Flughafens und von Firmen wie Wüllenkämper macht“, so Wolfgang Freye abschließend. „Wir werden dagegen halten und können uns nicht vorstellen, dass die CDU dafür Mehrheiten im Rat erhält. Alles andere wäre gegenüber den lärmgeplagten Anwohnerinnen und Anwohnern des Flughafens in Essen-Haarzopf und Mülheim nicht vertretbar.“