Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Service für alle zugewanderten Menschen verbessern

Die Ratsfraktion DIE LINKE befürwortet die mögliche Öffnung des Welcome- und Servicecenter (WSC) für einen größeren Personenkreis. Eine solche Prüfung hat die Stadtverwaltung angekündigt.

„Bereits zur Öffnung des Welcome-Centers 2016 haben wir uns dafür eingesetzt, dass sich das Center nicht nur auf hochqualifizierte Zuwanderinnen und Zuwanderer beschränken darf, sondern für alle Zugewanderten da sein muss“, so Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. "Eine >Zwei-Klassengesellschaft<, wie sie die jetzige Praxis schafft, sollte so schnell wie möglich beendet werden."

Das Hickhack um die Zuständigkeit im Fall einer vietnamesischen Wissenschaftlerin muss als Fall aus dem "Tollhaus" bezeichnet werden. Sie wurde vom WSC abgewiesen, weil sie die Einkommensgrenze wegen ihrer Teilzeitarbeit nicht erreicht. Es sollte selbstverständlich sein, ein Teilzeiteinkommen entsprechend hochzurechnen und anzuerkennen. Damit werden Frauen, die besonders häufig in Teilzeit arbeiten, zusätzlich diskriminiert.

"Es ist höchste Zeit, das Versprechen der Stadt umzusetzen, alle Neubürgerinnen und Neubürger bei den Fragen rund um das Leben in Essen zu unterstützen. Dazu müssen Ausländerbehörde und Welcome-Center neu ausgerichtet werden. Wartezeiten von bis zu einem halben Jahr auf einen Termin bei der Ausländerbehörde stellen viele Betroffene vor existenzielle Probleme. Die Servicequalität des WSC und der Ausländerbehörde muss für alle verbessert werden, nicht nur für gutqualifizierte Menschen", so Gabriele Giesecke abschließend.