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Solidarität mit der Belegschaft von Widia

DIE LINKE Essen protestiert scharf dagegen, dass der amerikanische Mutterkonzern Kennametal sein Werk Widia in Essen im nächsten Jahr dichtmachen will. Weitere Schließungen stehen außerdem in Lichtenau, Neunkirchen und Irwin an.

„Wieder einmal soll ein hochprofitabler Betrieb mit 400 Arbeitsplätzen auf dem Altar des Aktienmarktes geopfert werden“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Mit der Schließung von Widia würde die industrielle Traditionslinie der Hartmetallherstellung in Essen brutal beendet werden. Das geht die ganze Stadt etwas an. Es ist deshalb folgerichtig, dass der Betriebsrat Oberbürgermeister Thomas Kufen sofort von der drohenden Schließung informiert hat. Die Stadt Essen sollte die Belegschaft und ihren Betriebsrat bei ihren Bemühungen zum Erhalt des Werkes in Essen unterstützen."

Der Betriebsrat hat angekündigt, dass er sich gemeinsam mit der Belegschaft und mit Unterstützung der IG Metall für den Erhalt der Produktion in Essen einsetzen wird. U.a. sollen in den nächsten Wochen Alternativkonzepte zur Kahlschlagspolitik des amerikanischen Mutterkonzerns erarbeitet werden. Die Widia Belegschaft hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach erfolgreich gegen (Teil-)Schließungspläne des amerikanischen Mutterkonzerns zur Wehr gesetzt. 

Für DIE LINKE ist die drohende Schließung absolut nicht nachvollziehbar, weil Widia Umsatz und Gewinn in den letzten Jahren stetig gesteigert hat und mehr als rentabel ist. „Die geplante Verlagerung der Produktion u.a. nach China dient allein dazu, Profite für Aktionäre noch weiter zu steigern“, so die Kreissprecherin Marion Wegscheider. „Diese kapitalistisch logische, aber menschlich verheerende Entscheidung wird von einem Management in den USA getroffen, dem die Essener Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen schlichtweg egal sind. Wir als Linke stehen klar solidarisch an der Seite der Belegschaft, deren Existenz von der geplanten Schließung bedroht ist.“