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Foto: Michael Tosta / pixelio.de

„Sommerloch“-Diskussion zum Flughafen-Ausstieg?

Die Ratsfraktion DIE LINKE hält nichts vom Ratschlag des Landeswirtschaftsministers, Andreas Pinkwart (FDP), den Schließungsbeschluss für den Flughafen Essen/Mülheim noch einmal zu überdenken. Es gibt angesichts der unmittelbaren Nachbarschaft zum Flughafen Düsseldorf keinen Grund die Beschlusslage des Rates zu ändern, der vor 25 Jahren einen schnellstmöglichen Ausstieg beschlossen hat.

„Man kommt sich ein bisschen vor wie im ,Sommerloch‘,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Verschiedenste Seiten fühlen sich gemüßigt, Ratschläge zum Flughafen-Ausstiegsbeschluss zum Besten zu geben. Herr Pinkwart hat sich direkt nach einem ,Briefing‘ durch die Flughafen-Befürworter geäußert. Dabei gibt uns sein Vergleich mit dem Londoner City-Airport Anlass zur Befürchtung, dass Herr Pinkwart zumindest die ,große Düse‘ einschleppen und den Flughafen sogar noch ausbauen möchte. Denn der City-Airport London wird von großen Flugzeugen angeflogen. Das wäre jenseits von allem, was in Essen bisher diskutiert worden ist. Im Übrigen ist es zynisch, die lärmgeplagten Anwohner damit zu ,trösten‘, dass andere Menschen auch unter Fluglärm leiden müssen.“

DIE LINKE ist dafür, das Ziel der schnellstmöglichen Schießung des Flughafens weiter zu verfolgen. Dabei war immer klar, dass die Funktion des Geländes als Klimazone und Frischluftschneise bei einer Bebauung für Wohnen und Gewerbe berücksichtigt werden muss. Deshalb sehen die derzeitigen Überlegungen ja auch nur die Nutzung von ca. einem Drittel der Fläche vor. Hinweise auf die Nutzung des Flughafens als Hubschrauberlandeplatz für Notfälle, als Landeplatz für Zeppeline oder für Drohnen sind auch deshalb Augenwischerei, weil dafür kein Erhalt des Flughafens als Ganzes erforderlich wäre und ein kleiner Teil des Geländes ausreichen würde.