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Foto: Stephanie Hofschlaege / pixelio.de.

SPD und CDU-Vorschläge reine Kosmetik

Für die Ratsfraktion DIE LINKE wird mit der geplanten Verabschiedung des Bebauungsplanes für das Gelände an der Rüttenscheider Brücke eine große Chance vertan, gemeinsam mit den  Anwohnerinnen und Anwohnern eine verträglichere Lösung zu finden. Zwar sollen die Neubauten insgesamt niedriger werden. Für das erste Gebäude können sich SPD und CDU aber weiterhin sieben Geschosse vorstellen. Die weiteren Gebäude sollen nach hinten terrassenförmig abfallen.

„Das wäre pure Kosmetik, denn an der riegelartigen Blockbebauung mit all den negativen Folgen für die Anwohnerinnen und Anwohner und den Stadtteil würde sich nicht viel ändern“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Auch die Bäume mit ihrer wichtigen Funktion für das Stadtklima müssten fast alle gefällt werden. Außerdem halten wir es für keine gute Lösung, den Radweg durch einen Tunnel zu führen. Denn auch nach oben geöffnete Lichtöffnungen verhindern nicht, dass so ein Angstraum entsteht. Verwaltung und Große Koalition orientieren sich offensichtlich weiter an den Interessen des Investors, statt an denen der Anwohnerinnen und Anwohner. Besonders pikant ist, dass die Hopf-Gruppe dem Landesminister für Bundes- und Europaangelegenheiten gehört, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner.“

Die Bezirksvertretung II hat im letzten Jahr einem Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE zugestimmt, einen Bürgerbeteiligungsprozess über den gesetzlichen Rahmen hinaus einzuleiten. So sollte ein Ausgleich zwischen den Interessen der Anwohner, der Nutzer und des Investors hergestellt werden. Außerdem sollte ein Städtebaulicher Wettbewerb angestrengt werden, um die Planung gut in den vorhandenen Stadtteil einzufügen, statt einen großen „Klotz“ mit neuem Platz „einzupflanzen“. Der Planungsausschuss hat diesen Wunsch der Bezirksvertretung abgelehnt.

„Mit dieser Ablehnung hat der Planungsausschuss eine große Chance vertan,“ so Cornelia Swillus-Knöchel, für DIE LINKE in der BV II. „Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass Planungswerkstätten und Städtebauliche Wettbewerbe gute Mittel sind, um unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bekommen. Wenn SPD und CDU die kosmetischen Änderungen beschließen, bekommt der Stadtteil eine Planung ,von oben‘ aufgedrückt, die heftig umstritten ist. So kann keine Kultur des Miteinanders bei großen Bauprojekten entstehen.“