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Foto: Gisela Peter / pixelio.de

Steeler "Jungs": Bürgerwehr nicht mit Gegenwehr gleichsetzen

­­Die Ratsfraktion DIE LINKE tritt für mehr Sachlichkeit in der Auseinandersetzung um das richtige Umgehen mit den sog. „Steeler Jungs“ ein. Dazu bietet der in der letzten Woche mit riesiger Mehrheit verabschiedete Ratsbeschluss gute Anhaltspunkte. Darin wird klar formuliert, von wem die Eskalation in Steele ausgeht und jede Bagatellisierung und Verharmlosung der sog. „Steeler Jungs“ wird zurückgewiesen.

„Ratsmitglied Kai Hemsteeg vom Essener Bürger Bündnis stellt sich gegen diesen Beschluss, weil er die Gegeninitiativen mit den ,Steeler Jungs‘ in einen Topf schmeißt“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. “Die bürgerwehrähnliche Gruppierung der sog. ,Steeler Jungs‘ will den Rechtsstaat aushebeln und den öffentlichen Raum beherrschen. Gegen diese Strategie der Bedrohung helfen Öffentlichkeit, Aufklärung und das Eintreten für ein friedliches Miteinander, wie es die Zivilgesellschaft in Steele vorlebt und wie es der Rat der Stadt unterstützt hat.“

Nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE versteht das EBB diesen Sachverhalt offensichtlich nicht und hat deshalb gemeinsam mit der neonazistischen NPD letzte Woche gegen den Ratsbeschluss gestimmt. Die Ratsfraktion DIE LINKE widerspricht auch der FDP-Fraktion, die das Hinterfragen polizeilicher Ordnungsmaßnahmen als Verstoß gegen rechtsstaatliche Prinzipien einordnet. „Es entspricht ja gerade dem Wesen des Rechtsstaats, das Ordnungsmaßnahmen hinterfragt und überprüft werden können“, so Gabriele Giesecke abschließend. „Immerhin gab es bereits ein denkwürdiges Auftreten der Polizei. So wurde einer der Polizisten aufgrund seiner fehlenden Distanz zu der Gruppierung in einen anderen Stadtteil versetzt.“