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„Steeler Jungs“ nicht durch Befragung aufwerten

Die Ratsfraktion DIE LINKE lehnt die Einbeziehung der sogenannten „Steeler Jungs“ in die Expertenbefragung in Steele im Rahmen des Handlungskonzepts „Demokratie und Vielfalt“ ab. Diese Gruppierung kann nichts zur demokratischen und bunten Vielfalt in Steele beitragen, weil sie die-ser feindlich gegenübersteht. Leider nennt Oberbürgermeister Kufen in einer Pressemitteilung das friedliche Bündnis „Steele bleibt bunt“ in einem Atemzug mit den „Steeler Jungs“.

„Mit Neonazis in einen demokratischen Dialog zu treten ist sinnlos und wertet sie nur unnötig auf, das haben wir bereits in der Ratssitzung im Mai deutlich gemacht“ so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Wir halten es für einen Fehler, dass Oberbürgermeister Thomas Kufen daran festhält, obwohl auch ihm bekannt ist, dass die sog. ,Steeler Jungs‘ das Problem sind und deshalb nicht Teil der Lösung sein können. Wer die Gegenproteste in einem Atemzug mit den ,Steeler Jungs‘ nennt, läuft Gefahr, das Gedankengut und das Gewaltpotential dieser Gruppierung zu relativieren.“ 

Mehrere Recherchen vom Bündnis „Essen stellt sich quer“ haben klar aufgezeigt, dass es sich bei den harmlos klingenden „Jungs“ um straffe Neonazis handelt, die Hakenkreuztattoos tragen, SS-Symbole verbreiten, Gewaltandrohungen aussprechen und rassistische Gesinnungen bestärken. Zudem sind bereits führende Mitglieder der rechtsextremen und faschistischen Parteien „NPD‘“ und „Die Rechte“ bei den „Spaziergängen“ mitgelaufen. Die nordrhein-westfälische CDU-FDP-Landesregierung hat Ende Mai in der Antwort auf eine kleine Anfrage Recherchen von „Essen stellt sich quer“ bestätigt. 

„Statt Gespräche mit den Problemverursachern zu führen, sollte besser mit denen geredet werden, die möglicherweise aussteigen wollen. Daher wäre es richtig, Angebote in Richtung Aussteigerprogramme zu machen und das Bündnis ‚Steele bleibt bunt‘ zu stärken,“ so Gabriele Giesecke abschließend.