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Foto: Claudia Hautumm / pixelio.de

„Talentschulen“ sind pure Kosmetik

Für die Ratsfraktion DIE LINKE stellt der Modellversuch „Talentschulen“ des Ministeriums für Schule und Bildung NRW lediglich eine kosmetische Korrektur der versäumten Schulpolitik der letzten Jahre dar. Neun Schulen aus Essen haben sich auf die insgesamt 60 Plätze beworben, wobei die Berufskollegs den Aufruf boykottierten.

„Wir unterstützen diesen Boykott. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass alle Schulen in sozial benachteiligten Bezirken Unterstützung erhalten, statt dass diese sich in Konkurrenz zueinander bewerben müssen“, so Efstathios Tassikas, schulpolitischer Sprecher für die Linksfraktion im Rat. „Zudem passiert dann bis zum Ende dieses Schulversuchs 2026 an den anderen Schulen gar nichts mehr.“

Ein weiterer Kritikpunkt an der Stellungnahme der Stadt Essen zu den Talentschulen ist, dass Schulen geraten wird, sich nach Ausschöpfung der Mittel für eine Verbesserung der baulichen und digitalen Infrastruktur an Stiftungen oder Unternehmen zu wenden, womit die Stadt sich an den Vorschlägen der schwarz-gelben Landesregierung hält. Dieser positive Bezug auf Privatisierungen im Bildungsbereich ist deutlich zurückzuweisen.

„Wir fordern, von weiteren Schulversuchen zur Symptombekämpfung abzusehen und stattdessen Schulen die Unterstützung zukommen zu lassen, die ihrem tatsächlichen Bedarf entsprechen – und zwar aus öffentlichen Mitteln. So machen wir seit Jahren auf die Dringlichkeit eines ganzheitlichen, sozialindexierten Schulentwicklungsplans und Schulausbaus aufmerksam“, damit Efstathios Tassikas abschließend.