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Foto: johnnyb/pixelio.de

U-Bahnen: Langfristiges Konzept für die Zukunft des ÖPNV

Die Ratsfraktion DIE LINKE unterstützt die Forderung nach einer politischen Debatte um den Kauf von 51 neuen U-Bahnen und 26 Niederflurstraßenbahnen durch die Ruhrbahn. Die Anschaffung der Niederflurbahnen sieht sie dabei als unproblematisch an, da sie die „normale“ Meter-Spur haben. Durch die Anschaffung der U-Bahnen mit einer Spurbreite von 1,435 m wird jedoch die derzeitige Spur der Essener und Mülheimer U-Bahnlinien festgeschrieben. Der Rat der Stadt Essen wollte diese Spur schon in den 1980er Jahren in eine Meter-Spur umwandeln, der entsprechende Beschluss ist jedoch nie umgesetzt worden.

„Der im letzten Jahr beschlossene neue Nahverkehrsplan hat eine Wirkungszeit bis etwa 2025, die Investition von insgesamt 168 Mio. Euro in die U-Bahnen wird sich auf Jahrzehnte auswirken“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Natürlich braucht die Ruhrbahn nach bis zu vierzig Jahren Betrieb neue Fahrzeuge, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern. Langfristig wäre es jedoch auch deutlich kostengünstiger, wenn die Bahnen in Essen mit einer Spurbreite fahren. Aus unserer Sicht müssen die politischen Gremien vor einer Bestellung der U-Bahnen eingebunden werden, nicht nur durch Informationen im nichtöffentlichen Lenkungsausschuss ÖPNV. Die Krux ist, dass Essen kein langfristiges Konzept hat, wie die Unzulänglichkeiten des ÖPNV behoben werden können. Ein solches Konzept müsste dringend entwickelt werden.“

Zu den Problemen im Essener Nahverkehr gehören aus Sicht der Fraktion DIE LINKE die unterschiedlichen Spurbreiten, die fehlende Möglichkeit zur Doppeltraktion und die kaum vorhandenen gesonderten Fahrspuren für Straßenbahnen. Diese Probleme stehen einem modernen, beschleunigten Nahverkehrssystem entgegen. Die Fraktion DIE LINKE hatte deshalb schon im Zusammenhang mit dem Nahverkehrsplan beantragt, zu prüfen, ob es möglich ist, den barrierefreien Ausbau der Haltestellen so zu gestalten, dass eine Erweiterung auf Doppeltraktionen möglich ist. Er wurde abgelehnt.

„Wenn man einen leistungsfähigen Nahverkehr will, muss mit dem typischen Essener Flickwerk endlich Schluss gemacht werden,“ so Wolfgang Freye abschließend.