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Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Umschwenken bei Bildungs- und Teilhabepaket

Während Essen bei der Inanspruchnahme der Lernförderung im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes (BuT) gut abschneidet, liegt es bei den kulturellen und sportlichen Förderungen ganz hinten. Dass Essen bei diesen „soziokulturellen Teilhabeleistungen“  mit nur 10,9 Prozent geförderter Kinder noch unter dem Bundesschnitt von 15 Prozent liegt und weit abgeschlagen hinter  Städten wie Hamm mit 91,3 Prozent oder Münster mit 80 Prozent Förderquote, muss auch hausgemachte Gründe haben.  

„Es ist hanebüchen, dass gerade in Essen mit seiner hohen Kinderarmut, die Kinder nicht umfassend von den eh schon unzureichenden Leistungen des BuT profitieren“, so die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke. „Die Verwaltung sollte bei den Städten, die es besser machen, ,abgucken‘ und Verbesserungen für eine unbürokratische Erlangung aller Leistungen einführen. So sollte geprüft werden, ob Essen die Regelung aus Hamm übernimmt, automatisch alle BuT-Leistungen zu bewilligen und auf eine Karte zu buchen. Das könnte die Hürden senken, die Leistungen in seiner ganzen Bandbreite zu nutzen.“   

DIE LINKE sieht ihre Kritik am BuT bestätigt. Statt zum Beispiel für Kinder einfach Geld für einen Sportverein oder eine Musikschule in den Regelsatz einzubeziehen, muss das Geld extra beantragt werden. Sie fordert deshalb, das Bildungs- und Teilhabepaket grundlegend neu zu organisieren und regelmäßig anfallende Kosten in die allgemeinen Regelbedarfe für Kinder und Jugendlichen einzubeziehen. Die Absicherung aller Kinder und Jugendlichen soll zudem zu einer Kindergrundsicherung weiterentwickelt werden. „Solange diese notwendigen Änderungen auf Bundesebene nicht umgesetzt sind, sollten die Kinder wenigstens alle BuT-Leistungen vor Ort nutzen können“, so Gabriele Giesecke abschließend.