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Foto: Martin Hawlisch (LosHawlos)

Umweltspur auf der Schützenbahn ist ein Anfang

Die Ratsfraktion DIE LINKE hält die geplante Einführung einer Umweltspur auf der Schützenbahn für einen guten Anfang, um einen Vorrang für den Öffentlichen Nahverkehr durchzusetzen. Ein entsprechender Vorschlag ist vom Planungsbüro „büro stadtVerkehr“ in einer Studie gemacht worden. Darüber hinaus empfiehlt das Büro, mit den Planungen zur Bahnhofstangente auch auf der Hachestraße/Hollestraße eine „Umweltspur“ zu planen.

„Aus unserer Sicht sind das sind Schritte in die richtige Richtung“, so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Rat und im Planungsausschuss. „Wir finden es auch gut, dass ein interfraktioneller Arbeitskreis eingerichtet werden soll, der die Ergebnisse erörtern und das weitere Vorgehen abstimmen soll. Das sollte jedoch nicht zu Verzögerungen führen und ein solcher Arbeitskreis sollte die ,grosse Variante‘, die Einführung einer Umweltspur um den ganzen City-Ring, nicht vorschnell ,beerdigen‘ sondern ebenfalls prüfen. Es geht ja gerade darum, dem öffentlichen Nahverkehr endlich an einigen Stellen Vorrang einzuräumen. Im Übrigen ergeben genaue Messungen der Verkehrsströme möglicherweise andere Ergebnisse als die Modellberechnungen des ,büros stadtVerkehr‘.“

Der Verwaltungsvorstand will die „große Variante“ vor allem deshalb nicht weiterverfolgen, weil sie zu Staus führen kann. Dabei sagen Untersuchungen aus anderen Städten, dass schon ein besetzter Bus alle 10 Minuten auf einer Umweltspur die Kapazitäten des Individualverkehrs übersteigt. Auf der Schützenbahn werden in den starken Verkehrszeiten 30 Busse pro Stunde fahren.

Für die Ratsfraktion DIE LINKE ist es des Weiteren sinnvoll, die Einrichtung der Umweltspur auf der Schützenbahn mit einer Erhöhung der Parkgebühren zu verknüpfen, wie es das Gutachten empfiehlt. Das sollte mit einer Kampagne für den öffentlichen Nahverkehr verbunden werden.

„Es muss attraktiver sein mit Bus und Bahn in die Innenstadt zu fahren. Das geht nicht, solange der Nahverkehr für eine vierköpfige Familie ungleich teurer ist als z.B. den ganzen Tag im Einkaufszentrum Limbecker Platz zu parken“, so Wolfgang Freye abschließend. „Was allerdings näher diskutiert werden muss ist die Frage, wie Bus- und Radverkehr so organisiert werden können, dass sie sich auf der Umweltspur nicht in die Quere kommen. Ob da noch Platz für Taxis und sogar Elektroautos ist, halte ich für fraglich.“