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Metropolen wie London haben in den letzten Jahren viele Umwelt- und Radspuren gebaut!

„Umweltspuren“ Schritt in die richtige Richtung

Die Ratsfraktion DIE LINKE würde die Einrichtung von „Umweltspuren“ in Essen unterstützen. Die Stadt Düsseldorf will solche Spuren auf drei Innenstadt-Straßen für Busse, Radfahrer, Taxen, Elektroautos und PKW mit mindestens drei Insassen einführen. Vor diesem Hintergrund hat sich auch der ADFC für entsprechende Versuche in Essen ausgesprochen. Die Fraktion DIE LINKE hatte im Rat mehrfach in den letzten Monaten Vorstöße für die Einrichtung von Busspuren in Essen gemacht und zuletzt einen Antrag für die Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes in die Haushaltsberatungen für 2019 eingebracht, um im nächsten Jahr mit der Einrichtung solcher Busspuren zu beginnen zu können. Die Große Koalition hat den Antrag abgelehnt.

„Wir freuen uns, wenn die Diskussion in Essen nun wieder in Gang kommt,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Umweltspuren sind im Grunde erweiterte Busspuren. Sie sind nicht nur in Städten wie Kopenhagen längst Standard, sondern z.B. auch in London, wo in den letzten Jahren viel für Bus-, Bahn- und Radverkehr getan wurde. Bisher ist in Essen jedoch jeder Vorstoß zur Stärkung des Umweltverbandes im Verkehr an der Blockade der Großen Koalition gescheitert. Sie ist das Haupthindernis für eine Verkehrswende in Essen. Dabei gäbe es im Rat eine Mehrheit dafür, wenn wenigstens die SPD endlich umdenken würde, wie die Diskussion der letzten Monate gezeigt hat.“

Über Details müsste aus Sicht der Linken noch diskutiert werden. So sollten „Umweltspuren“ nicht von zu vielen Verkehrsmitteln genutzt werden dürfen.

„Eine Ausweitung sogar auf ,normale‘ PKW ab drei Insassen sehen wir eher problematisch,“ so Wolfgang Freye abschließend. „Denn wenn die Spuren zu voll werden, bringen sie weniger Beschleunigung für die Verkehrsmittel des Umweltverbundes. Trotzdem: Jeder Versuch ist besser, als weiterer Stillstand zugunsten des Vorrangs für Autos.“