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Foto: wikimedia.org

Verkehrswende heißt Veränderung – Platz für Verkehr ist begrenzt

Die Ratsfraktion DIE LINKE kann die aktuelle Diskussion über den Bau der Bahnhofstangente nicht nachvollziehen. Der Ausbau wurde bereits 2017 im neuen Nahverkehrsplan der Stadt beschlossen und bringt weitreichende Verbesserungen für das Essener ÖPNV-Netz mit sich.

„Die Bahnhofstangente ist die zentrale Maßnahme für unser ÖPNV-Netz“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye. „Mögliche Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs am Bahnhofsvorplatz werden in jedem Fall durch die Vorteile für den Öffentlichen Nahverkehr aufgewogen. Wer für Essen eine Verkehrswende erreichen will, muss auch mal in Kauf nehmen, dass Autofahrer anders fahren müssen und weniger Platz für Autos da ist. Der Platz ist nun mal begrenzt. Im Übrigen sollen die Maßnahmen ja das Umsteigen auf den ÖPNV zum Besuch der Innenstadt fördern, um die Verkehrssituation insgesamt zu verbessern. Das Fahrgastaufkommen soll gesteigert werden.“

Aus Sicht der Fraktion DIE LINKE bringt es nichts, nur zu sagen, was nicht geht. Stattdessen sollten alle Akteure daran arbeiten, wie eine Verkehrswende erreicht werden kann. Die Bahnhofstangente ermöglicht die Herausnahme von mindestens einer Linie aus dem Innenstadttunnel, so dass hierdurch eine Taktverdichtung auf den im Tunnel verbleibenden Linien möglich wird. Für den ÖPNV wäre dies ein so großer Gewinn, dass der Bau nicht verzögert werden darf.

„Die Lage der geplanten Haltestelle ist fahrgastfreundlich, die Länge muss schon sein“, so Wolfgang Freye weiter. „Die Planung für die Bahnhofstangente bedeutet in jedem Fall Fortschritt und sollte daher schnellstmöglich umgesetzt werden. Wir brauchen in Essen mehr Ideen für den Verkehr von morgen, statt die immer gleichen Argumente gegen fortschrittliche Maßnahmen. Sinnvoll wäre es eher, zu überlegen, wie der gesamte Bahnhofsvorplatz besser für Fußgänger, Radfahrer und den ÖPNV genutzt werden kann, also die Verkehre des Umweltverbundes, statt sich um die Erreichbarkeit der Innenstadt für Autos Gedanken zu machen.“