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Foto: Rike / pixelio.de

Verzögerung beim Innenstadt-WLAN inakzeptabel

Auch die Ratsfraktion DIE LINKE hat kein Verständnis dafür, dass die Essener Marketing Gesellschaft (EMG) nun wieder von Verzögerungen bei der Einführung eines kostenlosen WLANS in der Innenstadt berichtet. Die unbefriedigende Situation macht deutlich, dass es ein Fehler war, jahrelang nach privaten Partnern zu suchen, statt das kostenlose WLAN als kommunale Aufgabe zu begreifen und eine städtische Gesellschaft damit zu beauftragen, z.B. die Stadtwerke.

„Zu einer attraktiven Stadt gehört heutzutage auch ein leistungsstarkes, frei zugängliches WLAN, das jede und jeder kostenlos nutzen kann“, so Ratsmitglied Wolfgang Freye. „Es darf aus unserer Sicht weder so organisiert werden, dass Menschen nur als ‚Kunden‘ Zugang zum WLAN haben, eben wenn sie in einem Laden, einem Café oder Restaurant sind. Das kostet Geld, das nicht alle haben. Noch darf es in Partnerschaft mit Internet-Kraken wie Google oder Facebook umgesetzt werden. Diese Konzerne setzen vor allem auf das kommerzielle Abgreifen von Informationen und Adressen. Wenn man die Bürgerinnen und Bürger dem nicht ,ausliefern‘ will, muss das WLAN in städtischer Hand entwickelt werden.“

Es ist aus Sicht der Fraktion DIE LINKE hanebüchen, dass die EMG die City wieder zum „Herzen von Essen“ machen will, andererseits aber so einfache Bausteine wie ein kostenfreies WLAN nicht umgesetzt kriegt. Für Menschen mit einem ordentlichen Einkommen ist ein kostenfreies WLAN heute „Standard“ und Bestandteil des Lebensstils. Menschen mit niedrigen Einkommen würden profitieren, weil sie sich privat häufig kein großes Datenvolumen leisten können.

„Da von einer besseren Qualität des Umfelds in der Innenstadt auch die Geschäfte von einem freien WLAN profitieren, wundert es uns im Übrigen, dass die EMG bisher noch nicht einmal versucht hat, einen Finanzierungsbeitrag des Einzelhandels zu mobilisieren,“ so Wolfgang Freye weiter. „Gerade die Geschäftsleute sind es doch, die ein elementares Interesse an der Attraktivität der Stadt haben. Sie profitieren vor allem davon, wenn mehr Menschen in der Innenstadt sind.“