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Villa Ruhnau wird nicht in Originalzustand versetzt

Die Ratsfraktion Die Linke widerspricht der Aussage des neuen planungspolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Sven-Martin Köhler, dass die Villa Ruhnau vom Investor PromA Ateliers GmbH wieder in den Originalzustand versetzt wird. Auch der Vorsitzende des Planungsausschusses, Guntmar Kipphardt (CDU) hatte sich ähnlich geäußert. Der Nachbarschaftskreis Bögelsknappen macht zu Recht darauf aufmerksam, dass diese Behauptung reine Augenwischerei ist.

„Die Pläne des Essener Architekturbüros Holle zeigen, dass die aktuell bestehende obere Terrasse erweitert und um eine weitere Ebene aufgestockt werden soll“, so Wolfgang Freye, für Die Linke im Planungsausschuss. „Dabei wäre eigentlich der Rückbau dieser Terrasse notwendig um den Originalzustand wiederherzustellen, denn sie wurde erst später angebaut. Gleichzeitig werden Zugänge zu der Terrasse neu gebaut um auch das Dachgeschoss als  Wohnfläche nutzen zu können. Mit den neuen Planungen entfernt sich die Villa immer mehr vom ursprünglichen Zustand um besser und profitabler vermarktet zu werden.“

Auch in der Verwaltungsvorlage zum Verkauf des hinteren Grundstückes heißt es nur sehr schwammig, dass „sich der Käufer zum wesentlichen Erhalt und zur baulichen Ertüchtigung des Villengebäudes“ verpflichtet, von der Wiederherstellung des Originalzustandes ist dort keine Rede. Bedenklich findet es die Ratsfraktion Die Linke auch, dass der Investor nicht bereit war, die Vereinbarung einer Vertragsstrafe für einen späteren Abriss der Villa zu unterschreiben. Die Sicherung gilt jetzt nur für zehn Jahre.

„Auch wenn davon auszugehen ist, dass der aufwändige Umbau zu einem längeren Bestand der Villa führen wird, bleibt das Damoklesschwert eines späteren Abrisses weiter bestehen“, so Wolfgang Freye abschließend. „Denn wer weiß, welche Renditeerwartungen in fünfzehn oder zwanzig Jahren durch einen Abriss und einen Neubau möglicherweise winken?“