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Foto: Sassi / pixelio.de

VRR-Preiserhöhung ist kontraproduktiv und unsozial

Die Ratsfraktion DIE LINKE würde die offensichtlich geplante Halbierung des Preises für ein 30-Monate-Ticket als eine mögliche Maßnahme im Rahmen der fünf Modellstädte für bessere Luft begrüßen. Dagegen wirkt die Ankündigung des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) geradezu kontraproduktiv, die Ticketpreise für Bus und Bahn ab dem 1. Januar 2019 um durchschnittlich 1,9 Prozent zu erhöhen.

„Damit die Menschen mehr mit Bus und Bahn fahren, sollten die Preise sinken und nicht steigen“, so Ratsherr Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Die Ticketpreise sind in der Rhein-Ruhr-Region insbesondere im Vergleich mit anderen Metropolregionen wie Berlin jetzt schon hoch. Ausgerechnet das Sozialticket steigt mit einer Erhöhung von 37,80 auf 38,65 Euro mit 2,25 Prozent wieder überdurchschnittlich an. Dabei verdient dieses Ticket schon jetzt nicht seinen Namen, es liegt deutlich über den Sätzen, die im Hartz IV-Budget für Mobilität vorgesehen sind. Sozial geht anders.“

Auch der Preis für ein Einzeltickt in der Preisstufe A steigt mit 3,71 Prozent überdurchschnittlich an. Für 6 Euro kann man dann gerade einmal in eine der Nachbarstädte wie Mülheim oder Gelsenkirchen fahren. Das steigert nach Ansicht der Ratsfraktion DIE LINKE nicht gerade den Anreiz mit Bus und Bahn zu fahren, für die Autofahrer, die wenigstens ab und zu mal das Auto stehen lassen wollen.

„Wir finden es schade, dass ein ticketloser, umlagefinanzierter Nahverkehr entgegen den ursprünglichen Ankündigungen komplett unter den Tisch gefallen ist“, so Wolfgang Freye abschließend. „Essen hätte als Modellstadt mit den anderen vier ,lead-cities‘ dafür eine Vorreiterrolle übernehmen können.“