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Foto: Edward Lich / pixabay.com

Weiter Diskussion um Bürgerrathaus nötig

Auch DIE LINKE hält eine weitere Diskussion um die Gestaltung des Bürgerrathauses für dringend notwendig. Sie hält den von der Jury gekürten Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs, den einzigen Entwurf, der als „Bürotrakt“ ein Hochhaus vorsieht, städteplanerisch für wenig überzeugend.

„Die geforderten 30 000 qm Nutzfläche werden in allen anderen eingereichten Entwürfe ebenfalls erreicht, jedoch ohne den Hochhausblock“,  so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Zur Erfüllung der Anforderungen ist ein Hochhaus also nicht notwendig, sie-ben Geschosse reichen. Städteplanerisch ist das Hochhaus aus unserer Sicht keine gute Lösung, weil es mit seinen knapp 60 Metern Höhe die historischen Gebäude der Alten Synagoge und der Altkatholischen Kirche um 20 – 30 Meter überragt und die Gefahr besteht, dass es sie ,erdrückt‘. Das muss vermieden werden! Die beiden historischen Gebäude sind wichtige ,Landmarken‘ in der Innenstadt und müssen es bleiben.“

Das Argument, des Oberbürgermeisters, Thomas Kufen (CDU), das Bürgerrathaus solle einen „städtebaulichen und architektonischen Akzent“ setzen ist nachvollziehbar, wird aus Sicht der Ratsfraktion DIE LINKE durch den eher langweilig wirkenden Bürobau jedoch nicht erfüllt. Eine weitere „Landmarke“ neben der Alten Synagoge, der Altkatholischen Kirche und dem aus heutiger Sicht städtebaulich nicht gelungenen Hochhaus des Rathauses braucht niemand.

„Das Bürgerrathaus soll als soziales Rathaus ein Anlaufpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt sein, die die Stadt aus sozialen Gründen brauchen,“ so Wolfgang Freye weiter. „Es muss offen sein und darf keine dominierende, abschreckende Wirkung haben, wie das jetzige Rathaus. Offensichtlich sind die Entwürfe ja auch in der Jury, in der DIE LINKE nicht vertreten war, sehr kontrovers diskutiert worden, sonst hätte sie sich nicht vertagen müssen. Diese Diskussion muss sachlich weitergeführt werden, bevor eine politische Entscheidung getroffen wird.“