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Wer waren die „Elefanten“ und was wussten sie?

Im Gerichtsprozess um mögliche Schadensersatzforderungen gegen den ehemaligen Geschäftsführer der GVE, Andreas Hillebrand, ist nach Presseberichten aktenkundig geworden, dass es sog. „Elefantenrunden“ der „politischen Spitze“ zum Stadionneubau gegeben hat. Danach haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über die Vergabe der sachfremden Beratungsaufträge über 3,3 Mio. Euro an den Unternehmensberater Roland Berger für das „Projekt Fußball“ Bescheid gewusst. Die Ratsfraktion DIE LINKE stellt dazu eine Anfrage im nächsten Finanz- und Beteiligungsausschuss am 18. September.

 

„Wer waren die ,Elefanten‘ aus den anderen Ratsfraktionen und der Verwaltungsspitze und was wussten sie“, fragt die Fraktionsvorsitzende Gabriele Giesecke.

„War in diesen Runden neben der Vergabe an Berger auch von der Kostenexplosion beim Stadionbau oder der Zweckentfremdung der Treuhandgelder des Folkwangmuseums die Rede? Wann haben die Runden von den Ergebnissen der Berger-Studie erfahren und warum hat keiner etwas gesagt, als die Verwaltung monatelang nach den Ergebnissen suchte? Warum wurden die politischen Gremien und der Aufsichtsrat der GVE nicht über diese Runden informiert? Das muss jetzt endlich aufgeklärt und transparent gemacht werden.“

Die Ratsfraktion DIE LINKE möchte auch wissen, wie es die Verwaltungsspitze beurteilt, sofern sich diese Runden unter Umgehung der zuständigen Ratsgremien und des Aufsichtsrates mit Sachverhalten beschäftigt haben, die in diese Gremien gehört hätten und wie sie unter den Gesichtspunkten der Transparenz und des Grundsatzes des „good governance“ diese „Elefantenrunden“ heute bewertet.“

„Oberbürgermeister Thomas Kufen müsste selber ein Interesse an der Aufklärung der Hintergründe haben, wenn er es ernst meint mit der versprochenen Transparenz bei den Beteiligungsgesellschaften“, so Gabriele Giesecke abschließend. „Angesichts der explodierten Kosten für den Neubau des Stadions von ursprünglich geplanten 32 Mio. Euro auf zuletzt fast 60 Mio. Euro wäre eine weitere Vertuschungspraxis völlig unangemessen.“

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung

Sie erreichen Gabriele Giesecke unter 0163 7358031