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Foto: pixelio.de

Zweifel am Konzept „wachsende Stadt“

Die Ratsfraktion DIE LINKE bezweifelt es, ob das Ziel der CDU-Fraktion nach einer wachsenden Stadt Essen realistisch und überhaupt ein lohnendes Ziel ist. Die CDU will u.a. durch die Bereitstellung von weiteren Baugebieten und attraktivem Wohnraum junge Familien und gut ausgebildete Fachkräfte in Essen halten bzw. nach Essen locken.

 

„Dass Wachstum der Stadt Essen in den letzten Jahren war vor allem ein Ergebnis von Migration,“ so Ratsmitglied Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Das sollte auch die CDU zur Kenntnis nehmen. Natürlich brauchen wir ausreichenden Wohnraum. Dabei muss es aber vorrangig um bezahlbaren Wohnraum gehen. Wir halten eine Neuauflage der Diskussion um die Schaffung von hochwertigem, teurem Wohnraum mit immer mehr Flächenversiegelung für überflüssig. Wir halten es auch nicht für sinnvoll, die Konkurrenz der Städte um Einwohner/innen anzuheizen, sondern sind für eine verstärkte Kooperation der Städte im mittleren Ruhrgebiet bei Wohn- und Gewerbeflächen. Lebenswerte Städte brauchen ausreichende Frei- und Grünflächen, nicht nur wegen des Klimawandels.“
Ob Essen schnell weiter wächst, wird von Experten schon länger angezweifelt. Nach wie vor gibt es einen deutlichen Überschuss der Todesfälle gegenüber den Geburten, so dass Wachstum nur aus Zuzügen resultiert. Für DIE LINKE ist das Ziel einer „lebenswerten Stadt“ deshalb sinnvoller, als das einer „wachsenden Stadt“.