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Stefan Dolge / Stefan Dolge
Theresa Brücker

Theresa Brücker: Neubau Campus Bockmühle

Es ist geschafft! Endlich kommt der Beschluss zur Bereitstellung der Planungsmittel für den Neubau der Gesamtschule Bockmühle!

Wenn auch aus unserer Sicht vier Jahre später als möglich gewesen wäre. Schließlich lag 2017 bereits eine Studie zur Sanierung des Schulgebäudes mit einer Kostenschätzung von 73 Millionen Euro vor! 

Die Schulleitung hat mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass bei einer Sanierung keine optimale Lösung für die Umsetzung der neuen pädagogischen Konzepte der Schule herausgekommen wäre.

Unser Antrag aus schulischen, baufachlichen und Zeitgründen in 2018 nur einen Neubau gutachterlich prüfen zu lassen und keine Teil- oder Generalsanierung, wurde von der Ratsmehrheit abgelehnt. Ein Gutachten, was man sich hätte in diesem Umfang sparen können.

Die Anerkennung der pädagogischen Leistungen, der Bedarfe zur Schaffung von mehr Chancengleichheit und -gerechtigkeit für Kinder und Jugendliche und der großen Bedeutung der Schule für den Stadtteil sieht anders aus.

So hat wohl auch die bundesweite mediale Aufmerksamkeit – Essener Schule Bockmühle Beispiel für die marode Schulinfrastruktur in Deutschland, des „kaputt Sparens in Sachen Bildung“ – Schwung in die Diskussion gebracht und der Schulstreik im September 2019 tat ein Übriges dazu.

Akteure im Stadtteil, wie die Stadteilkonferenz, der Bürgerverein Altendorf oder die Wohnungsgenossenschaft sind an dem Thema drangeblieben, um den berechtigten Forderungen zur Umsetzung ihrer Vorstellungen von einer zeitgemäßen Nutzung der Fläche im Interesse der Schülerinnen und Schüler und der Stadtteilarbeit Gehör zu verschaffen.

Eine Zeitverzögerung die im Nachgang nicht zu heilen ist, aber die dazu führen sollte, dass es bei den dringend notwendigen Neubauten von Grund-und Förderschulen laut dem Schulentwicklungsplan dieser Verschiebebahnhof von Entscheidungen, wenn es um die Auswahl von Standorten, die Bereitstellung von Mitteln und ausreichend Personal geht, ein Ende hat.

Ohne in die Glaskugel schauen zu wollen: dieser Zeitverlust wird bei dem folgenden Schulentwicklungsplan für die Sekundarstufe 1 und 2 erneut sichtbar werden. Zumal immer noch eine Lösung für die sinnvoller Weise erfolgte Reduzierung der Züge von acht auf sechs aussteht.

Nun bleibt zu hoffen, dass auf der Grundlage des vorbildlich gelaufenen Beteiligungsprozesses zur Ausschreibung des Architektenwettbewerbs, des intensiven Austausches zu den pädagogischen Konzepten und der Nutzung des Areals, eine zügige Umsetzung erfolgen kann. Man schnell einen Generalunternehmer findet.

Auf das der schrittweise Neubau tatsächlich in fünf Jahren abgeschlossen ist! Für diese Zeit wünschen wir dem pädagogischen Personal und den Schülerinnen und Schülern Kraft und weiterhin so viele gute Ideen beim Ringen um die besten Entwicklungschancen für jedes Kind und Jugendlichen an dieser Schule.

Die Schule, der Stadtteil haben diese Investition verdient, auch um den sozialen Zusammenhalt in diesem Stadtteil zu stärken, die Bedingungen für die Bibliothek und die Stadtteilarbeit zu verbessern.

Schließlich war, ist die Bockmühle auch eine Beispiel dafür, wie man mit guten pädagogischen Konzepten und einem hohen Engagement Jugendliche zu guten Abschlüssen bis hin zum Abitur führen kann. Und deshalb werden wir aber auch weiter am Thema zusätzliches multiprofessionelles Personal für Sozialarbeit, Arbeit im Offenen Ganztag dranbleiben.

Aber zum Glück sind sich ja dieses Mal alle Fraktionen einig, sich dafür stark zu machen, dass so wenig wie möglich Zeit ins Land geht bis Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, aber auch der ganze Stadtteil von der nachhaltigen Neugestaltung des Geländes, des Stadtteilparks und der innovativen Gestaltung der Gebäude bis hin zu den fünf Schulsporthallen profitieren können.