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Integrationsrat lehnt Bezahlkarte ab

Der Integrationsrat hat die Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete in Essen abgelehnt. Bisher wollen fast 100 Städte in NRW die Bezahlkarte wegen zu hoher bürokratischer und personeller Kosten nicht einführen. Allein Einführung und Betrieb kosten das Land 12 Millionen Euro – die Folgekosten durch erhöhten Personalbedarf tragen die Kommunen. Auch für Essen könnten das nach Berechnungen anderer Städte zusätzliche Vollzeitstellen bedeuten. Bezahlkarten sollen angeblich massenhafte Auslandsüberweisungen verhindern. Dabei ist das falsch: Nur 7 % der Geflüchteten überweisen – meist kleine Beträge für Gesundheit. Eine DIW-Studie zeigt: Solche Gelder bekämpfen Armut und fördern Entwicklung. Die Linke hat den Oberbürgermeister schriftlich gebeten, dass Votum des Integrationsrates dem Rat zur Entscheidung vorzulegen, denn auf den kommt es an.