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Aktuelle Pressemitteilungen


DITIB als Träger der freien Jugendhilfe ungeeignet

Die Ratsfraktion DIE LINKE. findet es problematisch, dass der Verein DITIB - Türkisch Islamische Gemeinde zu Essen e.V. Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII werden will. DITIB-Gemeinden und deren Jugendverbände hatten in der Vergangenheit Antisemitismus und weitere Hetze im Netz verbreitet und sind neben Bekenntnissen zur Ülkücü-Bewegung (Graue Wölfe) auch durch islamistische Inhalte negativ aufgefallen. Außerdem hatten DITIB-Imame im Auftrag der türkischen Regierung nachweislich Menschen in Deutschland ausspioniert und nach Ankara gemeldet. Eine vernünftige und transparente Distanzierung und Aufarbeitung gab es keine. Dazu Civan Akbulut, Mitglied des Essener Integrationsrates für DIE LINKE.:

„DITIB als Träger der freien Jugendhilfe würde die Gefahren dieser Strukturen verharmlosen und deutlich falsche Signale setzen. Auch wenn sich die DITIB mittlerweile als unabhängig und staatsfern verkauft, untersteht sie nach wie vor in Leitung, Kontrolle und Aufsicht dem Präsidium für Religiöse Angelegenheiten, einer dem türkischen Ministerpräsidenten unterstellten Behörde. Sie hat sich weder neu gegründet, noch strukturell verändert. Kritiker der DITIB wurden in der Vergangenheit in regierungsnahen türkischen Medien angefeindet und waren schweren Verleumdungen ausgesetzt. Angesichts dieser Skandale sind wir der Meinung, dass eine Trägerschaft der freien Jugendhilfe kontraproduktiv wäre.“

Im Integrationsrat vor zwei Wochen hatte sich DIE LINKE als einzige Partei gegen eine Trägerschaft der DITIB in der freien Jugendhilfe ausgesprochen. Die anderen Parteien stimmten dafür oder enthielten sich. „Das ist für uns nicht nachvollziehbar. Schließlich gab es noch vor einem halben Jahr heftige Kritik insbesondere von den Grünen und der SPD als die Landesregierung DITIB beim Religionsunterricht stärker einbinden wollte. Auch wenn wir dort kein Stimmrecht haben, werden wir uns auch im Jugendhilfeausschuss am nächsten Dienstag gegen die Trägerschaft von DITIB aussprechen“, so Ratsherr Shoan Vaisi, für DIE LINKE im Jugendhilfeausschuss.

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