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Nagel

Eyhof-Siedlung: Jetzt „Nägel mit Köpfen“ machen!

Die Ratsfraktion DIE LINKE freut sich darüber, dass die Bürgerinformation der Verwaltung über die Auswirkungen einer Erhaltungssatzung für die Eyhof-Siedlung auf so großes Interesse stieß. Weit über 120 Teilnehmenden waren digital dabei, was wohl vor allem der guten Mobilisierung durch die Bürgerinitiative zu verdanken war. Es gab viele positive Rückmeldungen für den Erlass einer Erhaltungssatzung, was auch die Verwaltung am Schluss feststellte. DIE LINKE sieht jetzt gute Chancen, eine Erhaltungssatzung endlich auf den Weg zu bringen. Einen entsprechenden Antrag hat sie bereits im Februar dieses Jahres gestellt. Er wurde immer wieder geschoben, weil andere Fraktionen Beratungsbedarf hatten.

Dazu Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss: „Jetzt sollten endlich ,Nägel mit Köpfen‘ gemacht werden! Am Votum der Bürgerinnen und Bürger kommen die anderen Fraktionen wohl kaum vorbei, zumal inzwischen auch über 2.000 Unterschriften für den Erhalt der Siedlung gesammelt wurden. Eine rasche Entscheidung wäre auch hilfreich um zu verhindern, dass die GE-WO womöglich doch noch Fakten schafft, indem sie z.B. einen Bauantrag für ihre Umbaupläne stellt. Vernünftig finden wir auch, dass in der Versammlung ausdrücklich angeregt wurde, auch eine Milieuschutzsatzung zu prüfen. Dadurch könnte unter Umständen verhindert werden, dass in der historischen Siedlung preiswerter Wohnraum vernichtet wird und einer Gentrifizierung Tür und Tor geöffnet wird.“

Durch den Abriss und Neubau der Häuser in der Angerstraße sollten die Mieten von unter 7 Euro/qm auf über 12 Euro/qm steigen, wobei die aktuellen rasanten Baukostensteigerungen noch gar nicht eingepreist sind.

„Das Ensemble, das nach Ansicht von Experten bauhistorisch genauso bedeutend ist, wie die Margarethenhöhe, muss bestehen bleiben und günstigen Wohnraum muss es auch im ansonsten recht teuren Stadtwald geben! Die Stadt Essen ist in der Vergangenheit viel zu oft fahrlässig mit seinen schützenswerten Bauten umgegangen und Investoren weit entgegengekommen. Dass muss sich ändern“, so Wolfgang Freye abschließend.

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