Entwicklung Waldstadion

Grundsätzlich ist es richtig, im Stadtteil Freisenbruch nach den besten Standorten für den Ausbau der Kitaplätze zu suchen. Der Bedarf ist unbestritten: Aktuell fehlen rund 9 % Plätze in der U3-Betreuung und 13 % in der Ü3-Betreuung. Hier muss dringend gehandelt werden. Mit den beiden aktuell in der Kita-Ausbauplanung vorgesehenen Projekten könnten diese Quoten auf 41,4 % im U3-Bereich und sogar 105,5 % im Ü3-Bereich verbessert werden.

Doch klar ist: Ein Standort allein macht noch keine Kita. Dazu gehört ein tragfähiges Konzept, ein Träger, der dieses umsetzt, sowie eine verlässliche Finanzierung.

Klar ist für uns ebenfalls, dass der aufgegebene Sportplatz nicht zu einer Brachfläche oder gar zur Müllkippe verkommen darf. Dauerhafte Hängepartien dürfen wir uns nicht leisten. Es handelt sich um eine Sportfläche, die in geeigneter Form wieder der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden muss.

Deshalb ist es gut, dass es für das Gelände des ehemaligen Waldstadions Bergmannsbusch seitens der Verwaltung bereits konkrete Überlegungen vorliegen. Die Stadt hat gegenüber der WAZ verschiedene Möglichkeiten genannt: Aufforstung, die Einrichtung einer Calisthenics-Anlage und mittelfristig der Aufbau einer Trendsportanlage mit begleitender Kinder- und Jugendarbeit. Gerade im Bergmannsfeld wäre aus unserer Sicht die Entwicklung dieser Sportanlage für die Kinder und Jugendlichen von großer Bedeutung und außerdem wäre ein sinnvoller Beitrag als ein Projekt in der bald vorzulegenden Sozialplanberichterstattung.

Damit läuft der EBB-Antrag ins Leere. Er will den Bau einer Kita auf diesem Gelände beschließen lassen, ohne dass die Eignung geprüft und ohne dass die bestehenden Planungen der Verwaltung berücksichtigt worden sind.

Wir wollen keine Schnellschüsse, erwarten aber, dass die Verwaltung spätestens Anfang des nächsten Jahres in die politische Diskussion geht und lehnen den Antrag der EBB daher ab.