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Parkentwicklungskonzept Gruga Park 2029

Zuerst einmal möchten wir uns bei der Verwaltung dafür bedanken, dass man einen ersten Aufschlag gemacht hat, wie man aus der Schleife zwischen dem schleichenden Prozess des Substanzverlustes einerseits herauskommt und andererseits die Attraktivität des wohl bekanntesten Parks der Stadt Essen steigern kann und dabei den geänderten Ansprüchen von Besucher*innen, dem Wunsch nach mehr Bewegungs- und Erlebnisangeboten sowie der Steigerung der touristischen Anziehungskraft gerecht werden kann.

Uns als Fraktion haben dabei an der Konzeption insbesondere die dargestellten sozialen und ökologischen Aspekte hinter den fünf Handlungszielen überzeugt. Die Maßnahmen zur Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie, um den Park resilienter gegen die sich abzeichnenden Folgen des Klimawandels zu machen heben gleichzeitig seinen Wert für Begegnungen und nachhaltige Bildung.

Der Ansatz über ein Parkpflegekonzept ist so ein Beispiel.

Wie kann es gelingen, gemessen an den Herausforderungen zum Erhalt von Flora und Fauna, die sich daraus abgeleitete Notwendigkeit der Eingriffe in die bestehende Struktur, oder den Charakter der Parkanlage perspektivisch weiterzuentwickeln?

Wie kann man diese Änderungen nutzen, um den Park insgesamt in Sachen nachhaltiger Mobilität, Barrierefreiheit, aber auch in Sachen Bildung und Präsentationsplattform für Klimafragen besser aufzustellen bei gleichzeitiger Attraktivitätssteigerung?

Diese Bedarfe für die kommenden Jahre nicht nur zu beschreiben, sondern auch klar in ihrer Verbindung untereinander darzustellen sowie die daraus abgeleiteten finanziellen Mindestbedarfe zur Umsetzung darzustellen, halten wir für transparent und zwingend notwendig.

Das erstellte Parkentwicklungskonzept macht es möglich, erstmals Zahlen zu haben, die in den kommenden Jahren an konsumtiven, investiven Mitteln und Personalstellen im Haushalt darzustellen sind, um die Vision in dem definierten Leitbild, den Handlungszielen und Handlungsgrundsätzen Wirklichkeit werden zu lassen.

Nur so wird es uns gelingen den Investitionsstau in bestimmten Bereichen des Parks beheben zu können und den Status quo zu erhalten.

Die dargestellten Personalbedarfe bspw. für die Weiterentwicklung des Angebotes der Schule Natur und die Öffentlichkeitsarbeit halten wir für ein Muss und bräuchten unsererseits nicht mehr weiter auf den Prüfstand gestellt werden.

Seit Juli 2017 ist die Schule Natur im Grugapark Essen Regionalzentrum im Landesnetzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung NRW“. Allein diesen Stellenwert zu erreichen, zeigt die Qualität des bestehenden Bildungsangebotes und macht deutlich, dass hier dringend eine Beständigkeit in der personellen Besetzung von Nöten ist, auch um das Programm weiterentwickeln und den Ansprüchen als Regionalzentrum gerecht werden zu können.

Gleichzeitig gilt es zu überlegen, wie wir diese Angebote und insbesondere jene der Umweltbildung stärker für die Kinder und Jugendlichen der Stadt aus allen Stadtteilen nutzbar machen können. Bedarfe gäbe es gewiss genug.

In diesem Sinne bedanken wir uns für die geleistete Arbeit bei der Verwaltung und erwarten entsprechend dem im Umsetzungsprozess beschriebenen Zeitplan für die einzelnen Handlungsansätze die ganz konkreten Pläne.