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Jugend & Schule

Halbes Gesicht mit Mund-Nase-Maske vor Klassenraum

Lagezentrum Schule muss endlich Klassenteilungskonzept auf den Weg bringen

DIE LINKE im Rat der Stadt befürwortet die Idee des Schulstreiks der Schülerinnen am Hugo-Kükelhaus-Berufskolleg. Sie machen so auf Probleme aufmerksam, die längst von Seiten des Landes NRW und der Stadt Essen hätten angegangen werden sollen: Immer mehr Schüler:innen und Lehrkräfte müssen in Quarantäne und ganze Schulen schließen. Nun ist das Lagezentrum Schule der Stadt Essen am Zug, für die verschiedenen Schulformen in Absprache mit den Schulleitungen ein einheitliches, stadtweites Vorgehen mit Möglichkeiten für individuelle Lösungen auf den Weg zu bringen.

"Wir haben bei der Telefonkonferenz zwischen den Fraktionsvorsitzenden und dem Oberbürgermeister gefordert, dass die Überlegungen des Lagezentrums Schule schnellstmöglich allen zugänglich gemacht werden, damit die Diskussionsprozesse auf Augenhöhe und transparent geführt werden können", so der Fraktionsvorsitzende Daniel Kerekeš. "Als Kommune müssen wir den Schüler:innen und Schulleitungen die notwendigen Hilfestellungen für die Diskussionen vor Ort mitgeben, damit Situationen wie an der Maria-Kunigunda-Schule vermieden werden können. Dazu gehören Überlegungen zu Klassenteilungskonzepte genauso wie finanzielle Mittel zur Anschaffung von Aerosol-Filtergeräten. Wir fordern, dass dargelegt wird, in welchen Klassenräumen das Querlüften nicht möglich ist und dass dort Filtergeräte angeschafft werden. Die bisherigen Argumente, dass die Geräte zu laut seien oder deren Wartung zu aufwendig wäre, weisen wir zurück."

Wie die Schüler:innen schreiben, machen sie sich Sorgen um die Gesundheit ihrer Familien. Diese Sorgen müssen genauso wie das Infektionspotential an Schulen ernst genommen werden und folgerichtig auch Klassen aufgeteilt werden. Stadt und Land müssen verhindern, dass weitere Schulen schließen, damit die Kinder und jungen Erwachsenen, die es ohnehin schwer haben, nicht auf der Strecke bleiben.

"Wir müssen alles tun, um den Präsenzunterricht soweit wie möglich aufrecht zu erhalten, aber gemessen an den Fallzahlen braucht es auch Lösungen zur Entzerrung", so Daniel Kerekeš abschließend. "Ein Klassenteilungskonzept mit einer Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht würde nicht nur für Entzerrung im Schulbetrieb sorgen, sondern auch für die Fahrt mit Bus und Bahn. Als Fraktion DIE LINKE erwarten wir, dass die Ruhrbahn ihre Möglichkeiten ausschöpft, um wie in Herne einen gestaffelten Unterrichtsbeginn zu ermöglichen."