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Die Linke ist gegen Beschluss zum Stadion-Ausbau

Die Linke im Rat ist dagegen, in der nächsten Ratssitzung einen Beschluss über den Ausbau des RWE-Stadions zu fassen. Die Linke hat die Schließung der Ecken bisher immer kritisch als „Luxus“ angesehen, zumal die Stadt viele andere, wichtigere Baustellen hat.  Bei Kitas und Schulen gibt es große Lücken, im sozialen Bereich, in der Grünpflege und im Kulturbereich fehlt es an allen Ecken und Enden. Am Ende kann jeder Euro nur einmal ausgegeben werden. Dazu die Sprecherin der Linken im Rat, Heike Kretschmer:

„Davon einmal angesehen, halten wir es auch für falsch, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Bleibt RWE in der Dritten Liga ist der Ausbau des Stadions überflüssig, erst recht wenn RWE absteigen sollte. Davon unabhängig braucht der Verein ein Konzept, damit ein für die Stadt vorteilhafterer Pachtvertrag ausgehandelt werden kann. Derzeit gibt es immer noch keinen neuen Pachtvertrag und die Stadt zahlt jährlich rund 1,5 Millionen Euro Zuschuss. In der Ratsvorlage werden dazu nur vage Formulierungen gemacht, wie das geändert werden kann.“

Ebenso vage sind aus Sicht der linken Ratsgruppe die Vorstellungen der Verwaltung zu der Verkehrsplanung. Diese muss dringend verbessert werden, um die Anwohnerinnen und Anwohner zu entlasten und eine nachhaltige Lösung für das Gewerbegebiet Emil Emscher zu schaffen. Es werden jedoch keine konkreten Vorschläge gemacht, wie und in welchem Zeitraum beispielsweise die Verlängerung der neuen Osttangente und die Schaffung einer Straßenbahnanbindung erfolgen kann.

Dazu Heike Kretschmer weiter: „Außerdem fehlen konkrete Lösungen für den Radverkehr. Ein Fahrradparkhaus für über acht Millionen Euro zu bauen, ohne ausreichende Radwege dorthin zu schaffen, ist wenig sinnvoll. Aus unserer Sicht besteht zu der Vorlage grundsätzlich noch Beratungsbedarf. Zudem haben wir ernsthafte Zweifel daran, dass es bei den geplanten 27 Millionen Euro Baukosten bleiben wird. Bisher sind so ziemlich alle städtischen Baumaßnahmen wesentlich teurer als geplant geworden.“

 

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