Zugang zum Ferienpass erleichtern
Aus Sicht der linken Ratsgruppe ist der Ferienpass ein grundsätzlich gutes Angebot, das insbesondere Kindern aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu Schwimmbädern und anderen Freizeitaktivitäten deutlich günstiger ermöglicht. Doch anstatt echte Teilhabe zu fördern, baut die Stadt unnötige Hürden auf – mit dem Ergebnis, dass aktuell nur vier Prozent der Kinder einen solchen Pass besitzen. Dazu Heike Kretschmer, Sprecherin der Linken im Rat:
„Wir fordern die Stadt Essen auf, diese unnötigen Hürden zu beseitigen und noch möglichst vor Beginn der Sommerferien in einem Monat eine niedrigschwellige Lösung anzubieten. Der Ferienpass muss dort erhältlich sein, wo Kinder und Jugendliche leichter erreicht werden: z.B. an Schulen, in Einrichtungen der Jugendhilfe, in Stadtteilzentren oder über eine Kooperation mit dem ESPO. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Ziel – bezahlbare Ferien vor der Haustür – tatsächlich erreicht wird. Die jetzige Regelung geht an der Lebensrealität vieler Familien vorbei.“
Derzeit ist der Ferienpass nur an wenigen Verkaufsstellen erhältlich – lediglich eine davon liegt in der Nähe eines Schwimmbads. Wer den Pass online kaufen will, muss über einen Drucker verfügen und kann nur mit PayPal oder Kreditkarte bezahlen – eine weitere Hürde für viele Familien.
„Wer es ernst meint mit Teilhabe, muss Angebote wie den Ferienpass endlich so gestalten, dass sie bei den richtigen Familien ankommen. Sozial gerechtere Ferien fangen mit einfachen Lösungen an“, so Kretschmer abschließend.
