1. Mai: Höhere Löhne statt Nazis in Essen

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und gilt dem Kampf für soziale Gerechtigkeit. Traditionell werden wir als Fraktion Die Linke gemeinsam mit den Essener Beschäftigten und Gewerkschaften für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Mitbestimmung Flagge zeigen – bei der DGB-Demo auf dem Burgplatz sowie dem Kulturfest auf Zeche Carl.

„Dieses Jahr protestieren wir zusätzlich gegen die Vereinnahmung durch rechtsextreme Parteien und Gruppierungen. Der 1. Mai gehört den Beschäftigten und nicht den Feinden der Demokratie. Seit jeher werden die Rechte der arbeitenden Menschen von links erkämpft und gegen rechte und vor allem rechtsextreme Parteien verteidigt“, so Co-Fraktionsvorsitzender Eliseo Maugeri.

Nun mobilisiert „Die Heimat“ (ehemals NPD) bundesweit zu einem Aufmarsch in der Essener Innenstadt. Nach aktuellen Einschätzungen werden bis zu 500 gewaltbereite Neonazis erwartet. Wer am 1. Mai durch die Innenstadt unterwegs ist, sollte also auf sich aufpassen.

Daher kritisieren wir als Fraktion Die Linke auch die Polizeibehörden, die zentrale Informationen zur geplanten Route des Aufmarsches zurückhält. Dies erschwert nicht nur die Vorbereitung von Gegenprotesten, sondern birgt auch allgemeine Risiken für die Bevölkerung. Denn niemand darf unvorbereitet in einen Neonaziaufmarsch geraten. Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.essq.de

Vor diesem Hintergrund haben wir als linke Fraktion gemeinsam mit den Fraktionen von Grünen und Volt/DiePartei in der letzten Stadtratssitzung Fragen zum Sicherheitskonzept am 1. Mai an die Stadtverwaltung eingebracht. Dazu Eliseo Maugeri abschließend:

„Unser Recht auf Protest muss sicher gewährleistet werden. Gerade auch durch die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten sollte die Polizei ihre Herangehensweise hinterfragen. So kam es zum Beispiel im März 2025 zu einem Neonaziaufmarsch in der Essener Innenstadt, bei dem Gegenproteste behindert wurden. Wir lassen uns nicht einschüchtern und gehen am 1. Mai auf die Straße. Schließ dich uns an – Niemals alleine, immer gemeinsam!“