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EUDEX: Keine Bühne für Waffen und Aufrüstung

Vom 22. bis 25. September findet mit der EURO DEFENCE EXPO (EUDEX) erstmals eine Militär- und Rüstungsmesse in der Messe Essen statt. Für uns als Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Essen ist klar: Eine Stadt, die die Narben des Krieges bis heute in ihrer Geschichte trägt, sollte keine Bühne für jene sein, die am Wettrüsten verdienen.

Denn während der NS-Zeit wurde Essen als 'Waffenschmiede des Reiches' inszeniert. Krupp und die Zechen waren wichtige Bestandteile der Kriegswirtschaft, Zehntausende Zwangsarbeiter wurden in Essen ausgebeutet. Der Krieg, für den hier produziert wurde, kehrte schließlich in unsere Stadt zurück. Bei Luftangriffen starben tausende Menschen, große Teile Essens lagen 1945 in Trümmern.

Dazu erklärt Eliseo Maugeri, Co-Fraktionsvorsitzender der Fraktion Die Linke:

„Wir fordern nicht, dass Essen sich aus sicherheitspolitischen Debatten heraushalten sollte. Ganz im Gegenteil sollte die Geschichte uns mahnen, Aufrüstung und Interessen der Rüstungsindustrie kritisch zu hinterfragen. Wenn Waffenhersteller ihre Produkte präsentieren und mit Politik, Militär und Industrie neue Geschäfte vorbereiten, dann kann das nicht einfach hingenommen werden.“

Nach Ansicht der linken Fraktion stellt sich die Frage, inwieweit die Stadtverwaltung in die Planung der Messe einbezogen ist. Statt der Rüstungsindustrie eine weitere Plattform zu bieten, sollte Essen ihre Geschichte zum Anlass nehmen, Räume für Friedenspolitik und Verständigung zu schaffen.

Maugeri schließt ab:

„Sicherheit entsteht nicht durch Wettrüsten, sondern durch internationale Zusammenarbeit, soziale Sicherheit und Abrüstung. Gerade in einer Zeit zunehmender Kriege und internationaler Spannungen braucht es politische Initiativen, die Eskalationsspiralen durchbrechen, statt sie weiter anzutreiben. Als linke Fraktion wollen wir eine Stadt Essen, die für Frieden, Verständigung und eine lebendige Erinnerungskultur steht. Deshalb lehnen wir die EUDEX in Essen ab und unterstützen den friedlichen Protest gegen ihre Durchführung.“

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