EUDEX Messe September 2026v
Vom 22. bis 25. September findet mit der EURO DEFENCE EXPO (EUDEX) erstmals eine Militär- und Rüstungsmesse in der Messe Essen statt. Für uns als Fraktion Die Linke ist klar: Eine solche Veranstaltung passt nicht in eine Stadt, die aus ihrer Geschichte besondere Verantwortung für Frieden und Abrüstung trägt.
Denn während der NS-Zeit wurde Essen als „Waffenschmiede des Reiches“ inszeniert. Krupp und die Zechen waren wichtige Bestandteile der Kriegswirtschaft, Zehntausende Zwangsarbeiter wurden in Essen ausgebeutet. Der Krieg, für den hier produziert wurde, kehrte schließlich in unsere Stadt zurück. Bei Luftangriffen starben tausende Menschen, große Teile Essens lagen 1945 in Trümmern.
Daraus folgt für uns als Linke nicht, dass Essen sich aus sicherheitspolitischen Debatten heraushalten sollte. Ganz im Gegenteil sollte die Geschichte uns mahnen, Aufrüstung und Interessen der Rüstungsindustrie kritisch zu hinterfragen. Wenn Waffenhersteller ihre Produkte präsentieren und mit Politik, Militär und Industrie neue Geschäfte vorbereiten, dann kann das nicht einfach hingenommen werden.
Vor diesem Hintergrund stellt die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Essen folgende Frage:
- Inwiefern ist die Verwaltung der Stadt Essen in die Planung der EURO DEFENCE EXPO (EUDEX) einbezogen und wie bewertet sie die Durchführung dieser Messe in den Räumlichkeiten einer städtischen Tochtergesellschaft?
