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Anträge


Alternde Drogenabhängige

Die Fraktion DIE LINKE. beantragt, der Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Integration beschliest:

 

Das Thema „Alternde Drogenabhängige“ wird als Tagesordnungspunkt auf einer der nächsten Essener Gesundheitskonferenzen gesetzt. Dazu sollen auch Vertreter der Suchthilfe Direkt Essen gGmbH und anderer Hilfsorganisationen eingeladen werden.

 

 

Als alternde Drogenabhängige werden in Fachkreisen Drogenabhängige über 40 Jahren bezeichnet. Dieser Kreis an Drogenabhängigen hat in den letzten Jahren in Essen stark zugenommen. Anders als jüngere Drogenabhängige sind alternde Drogenabgängige mit gleich mehreren Problemen konfrontiert. Sie leiden nicht nur an der Sucht als solcher, sondern auch gleich an mehreren chronischen Erkrankungen, sowohl körperlich als auch psychisch. Ihr biologisches Alter liegt durch den ständigen Drogenkonsum deutlich über dem tatsächlichen (ca. 15 Jahre), wodurch ihre Pflegebedürftigkeit dramatisch steigt. Besonders letzteres stellt neue und bisher kaum beachtete Anforderungen an die Alten- und Pflegeheime.

Hier muss in Zukunft nicht nur auf die allgemeine Pflegebedürftigkeit, sondern auch auf  die Sucht und die damit einhergehenden Erkrankungen Rücksicht genommen werden, was eine spezielle Ausrüstung der Heime und Ausbildung der Mitarbeiter erfordert.

Die Essener Gesundheitskonferenz scheint hierfür als richtiges Forum, da sich hier verschiedene Akteure aus den Bereichen Gesundheit und Pflege treffen. Außerdem hat sich die Gesundheitskonferenz bereits mit den Themen „Sucht und Abhängigkeit“ sowie „Alter und Gesundheit“ auseinandergesetzt.