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Anträge


Resolution gegen Gewalt im Sport in Essen

 

Die Fraktionen SPD/CDU/Grüne/EBB/ Partei-Piraten/Linke/FDP beantragen, der Rat der Stadt Essen beschließt folgende Resolution:

Mit großer Sorge stellen wir fest, dass Gewalt im Sport, insbesondere bei Fußballspie-len, auch in Essen zugenommen hat und es immer häufiger zu körperlichen oder verba-len Entgleisungen, zu Angriffen auf Schiedsrichter und zu Spielabbrüchen kommt. Gleichfalls ist festzustellen, dass auch Zuschauer sich immer wieder zu verbalen Atta-cken bis zu Schlägereien hinreißen lassen. Jede Attacke ist eine zu viel und zieht zu-meist Erwiderungen nach sich.
Alle, für die Sport ein Stück Heimat oder einfach ‚schönste Nebensache der Welt‘ ist, sind aufgefordert, sich das nicht zerstören zu lassen. Gewalt löst kein Problem, bringt keine Punkte und zerstört das, was den Sport eigentlich ausmacht, nämlich Teamfähig-keit, Fairness, Toleranz und Integration. Gefordert sind mehr denn je Mut zur Zivilcoura-ge und Entschlossenheit. Auf uns alle und damit auf jede und jeden Einzelnen kommt es an.

Der Rat der Stadt setzt sich für einen gewaltfreien Sport ein, in dem kein Platz ist für jede Form der verbalen, psychischen, sexualisierten, rassistischen oder körperlichen Gewalt. Wir fordern alle Essenerinnen und Essener und insbesondere alle aktiven Sport-lerinnen und Sportler auf, ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen und durch ihr aktives Engagement diese Resolution zu unterstützen.

Begründung:

Die Gewalt im Sport nimmt in erschreckendem Maße zu, aber nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch abseits der eigentlichen Sportstätten. Diese Gewaltbereitschaft wird besonders jungen Menschen zuge-schrieben, die sich in der Regel an Vorbildern orientieren und diesen in vielen Bereichen und Lebenssitua-tionen nacheifern. Wenn Vorbilder untauglich sind oder wenn Vorbilder fehlen, die jungen Menschen Be-griffe wie Anstand, Moral und Fairness vorleben, müssen alle gesellschaftlichen Kräfte wie Politik, Polizei, Schulen, Eltern und Erzieher und nicht zuletzt der Kinder und Jugendlichen selbst zusammenwirken.
Speziell im Bereich des Sports spielt der Begriff Fairplay eine große Rolle. Fairplay soll der Versuch sein, Verhaltensnormen hochzuhalten, die in der Gesellschaft, aber auch im Sport manchmal abhandengekommen zu sein scheinen. Hier sind Maßnahmen von Nöten, die präventiv die Gewaltbereit-schaft im Sport vermindern, Gemeinsamkeit fördern und im internationalen Verkehr zu Völkerverständi-gung unter Sportlern, Zuschauern und Fans beitragen. Um hierfür einen Beitrag zu leisten, beschließt der Rat der Stadt die Resolution gegen Gewalt Im Essener Sport.