Gaza: Linke schreibt OB wegen humanitärer Hilfe an
Die Linke im Rat der Stadt Essen hat sich in einem Brief an Oberbürgermeister Thomas Kufen gewendet, sich für die Aufnahme verletzter Kinder aus dem Gazastreifen einzusetzen. Damit soll sich die Stadt Essen dem Beispiel anderer Städte anschließen – darunter Kiel, Leipzig, Düsseldorf, Bonn sowie Hamburg – die bereits ihre Bereitschaft signalisiert haben, Kinder aus Gaza aufzunehmen und dafür von der Bundesregierung die Schaffung der notwendigen Voraussetzungen fordern. Dazu die Vorsitzende der Ratsgruppe die Linke, Heike Kretschmer:
„Wir wünschen uns, dass auch Essen Teil dieser kommunalen Solidarität wird. Konkret regen wir an, dass außerdem geprüft wird, wie Essen helfen kann – beispielsweise über das Netzwerk Essen.Gesund.Vernetzt. oder andere geeignete Strukturen. Zudem schlagen wir vor, dass sich der Städtetag NRW – dessen stellvertretender Vorsitzender Oberbürgermeister Kufen ist – mit der Thematik befasst. Es geht darum, beim Bund auf die Rahmenbedingungen für medizinische Versorgung in den Kommunen zu klären sowie auf schnelle humanitäre Visa- und Evakuierungsverfahren hinzuwirken.“
Aus Sicht der linken Ratsgruppe darf Humanität nicht an nationalen Grenzen enden. Die humanitäre Katastrophe in Gaza trifft besonders die Schwächsten. Insbesondere Kinder sind den Folgen des Krieges schutzlos ausgeliefert, der durch den Hamas-Überfalls nicht gerechtfertigt werden kann. Viele sind verletzt, mangelernährt, traumatisiert und ohne medizinische Hilfe und schweben in akuter Lebensgefahr. Dazu Heike Kretschmer weiter:
„Die Stadt, ihre Bürger*innen, Vereine, bürgerschaftliche Initiativen sowie Institutionen haben bereits durch Hilfsaktionen in andere Kriegs- und Krisengebiete gezeigt, dass die Essenerinnen und Essener bereit sind Hilfe zu leisten. Ein Blick auf das bürgerschaftliches Engagement gegenüber unserer neuen ukrainischen Solidaritätspartnerstadt Riwne zeigt, welch große Wirkung kommunale Unterstützung in Kriegszeiten entfalten kann.“
Hier findet Ihr den Brief an den Oberbürgermeister

